Menschenbilder

Bernd von Droste zu Hülshoff, Wegbereiter des UNESCO-Welterbes

Das Welterbe als Lebenswerk. Der Ökologe Bernd von Droste zu Hülshoff

Ein dickes weißes Rufzeichen auf rotem Grund prangt auf dem Cover eines soeben erschienenen Buchs. Es heißt: "Welterbe in Gefahr". Gemeint sind sowohl menschengemachte Baudenkmäler, architektonische Ensembles oder Kulturlandschaften wie auch Naturerscheinungen und Lebensräume. Sie alle sind mehrfach bedroht: durch die aufflackernden Kriege der Gegenwart, durch die Klimakrise, durch wirtschaftliche Interessen und durch politische Angriffe auf den Schutz des Welterbes.

Der Autor ist Bernhard (kurz: Bernd) Freiherr von Droste zu Hülshoff. Geboren am 17. September 1938 in eine Familie von Unternehmern, Juristen und Forstwissenschaftlern - die Dichterin Annette von Droste zu Hülshoff ist eine Vorfahrin - kam er 1973 zur UNESCO, nach einer Dissertation in Waldökologie. 1984 wurde er Leiter der Abteilung Ökologische Wissenschaften und war Sekretär des Programms "Der Mensch und die Biosphäre". Ab 1992 war er Gründungsdirektor des UNESCO-Welterbezentrums in Paris.

Bernd von Droste zu Hülshoff hat als Forscher und in seinem politischen Amt über hundert Länder bereist, an verschiedenen Universitäten unterrichtet und hunderte Fachbeiträge veröffentlicht. Im Ruhestand ist er bis heute als Sachverständiger und Berater zahlreicher Projekte im Bereich des Schutzes von Welterbestätten, Naturdenkmälern und Kulturgütern tätig.

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