Opus - das Musikkolloquium

Du Fremde: Musik

Rainer Maria Rilke hatte zeit seines Lebens sein ambivalentes Verhältnis zur Musik. Eine Annäherung.

"Du Sprache wo Sprachen enden", schreibt Rilke in seinem Gedicht "An die Musik" und thematisiert damit bereits sein lebenslanges Hadern mit dieser Kunstform. Denn wenn Musik da beginnt, wo die Sprache endet, lässt sich über sie nur in rätselhaften Annäherungen sprechen: Wenn die Musik als "andre Seite der Luft" oder "nicht mehr bewohnbar" verstanden wird, sind dem Reden darüber Grenzen gesetzt.

Rilke konnte (oder wollte) weder ein Instrument spielen noch singen und er behauptete, sich keine Melodie merken zu können. Dennoch ist seine Lyrik von großer Musikalität und verfügt über reiche klangliche Qualitäten. Diese Besonderheit hat zahlreiche Vertonungen seiner Gedichte angeregt.

In diesem Opus soll der Frage nachgegangen werden, wie Rilke sich der Musik einerseits angenähert, sich ihr andererseits aber auch verweigert hat.

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