Schließ die Augen
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Living in the Dark Experience
Docar, Hassbach & Kebo - 8. Jänner 2026, 13:21
"Living in the Dark Experience" ist ein satirisch-düsteres Hörspiel über Luxus, Verantwortung und das bewusste Wegsehen. Peter, erfolgreicher Unternehmer, gönnt sich eine exklusive Auszeit in einem futuristischen Resort, in dem man nichts sehen muss, und genau das verspricht Entlastung. | Text und Stimme: Caroline Docar, David Hassbach | Aufnahme, Schnitt und Postproduktion: Mirza Kebo | Living in the Dark Experience | Computerstimme: Wählen Sie jetzt Ihre persönliche Führerin oder Ihren persönlichen Führer. Zur Auswahl stehen: Janina, jugendlich und freundlich, Markus, dynamisch und motiviert, Gitti, herzlich und mütterlich. Mann: Hm … SFX: Button wird gedrückt. SFX: Eine elektronische Tür öffnet sich. Frau: Guten Tag Herr Prix, willkommen bei der Living in the Dark Experience. Ich bin Janina und ganz persönlich für Sie da. Das heißt, ich sorge dafür, dass Sie nie im Dunkeln tappen. *lacht* Kleiner Scherz! Prix: Das ist sehr lieb. Aber ich glaub wir brauchen den Herrn Prix nicht. Bei uns in der Firma sind auch alle per Du. Also gerne Peter. Janina: Das ist aber nett. Na dann, hallo Peter. Peter: Hallo. Janina: Das sollte ich wahrscheinlich gar nicht verraten, aber du bist mein erster Klient nach der Ausbildung. So einen Start kann man sich eigentlich nur wünschen. Peter: Ja, hätte niemand vorhersehen können, stimmt’s? Janina: Sehr lustig, “sehen”. Ja, richtig, du sagst es, Peter. Gut, dann fangen wir jetzt an. Schließ die Augen. Bitte noch kurz geschlossen halten. Ich lege dir die Augenbinde an. Peter: Okay. Janina: Die ist am Anfang wichtig, weil man die Augen ab und zu noch öffnet. Aber das gibt sich. Nach ein, zwei Wochen hier verschließt man die Augen von ganz allein. So … die Hand bitte hier hin. Peter: Hier? Janina: Wunderbar. Und jetzt folge mir. Peter: Langsam, ich seh ja nix! Janina: Entschuldige, war das zu schnell? Peter: Nein, nein. Aber … Zeit haben wir ja, oder? Janina: Danke, Peter, fürs Feedback. Ab jetzt hab’ ich ein Auge aufs richtige Tempo. Wir sind jetzt schon mitten in der Anlage. Für das perfekte Ambiente sorgen wir gleich. Du hast das Südsee-Paket gebucht? Peter: Genau. T3, Tahiti Dreams PLUS. Janina: Ah schön. Viele aus deiner Branche nehmen Ja Alpin Action PRO, aber du bist ein Genießer. Peter: Das stimmt. Janina: Mhm. Hab ich gleich gesehen. Sooo, Momentchen noch, T3 … los geht’s. SFX: Button wird gedrückt. Im Hintergrund starten Wellengeräusche. Peter: Ah! So hab’ ich mir das vorgestellt. Janina: Jetzt geht deine Experience richtig los. Hier im Ressort ist für alles gesorgt. Du darfst dich ganz entspannen. Peter: Na, das sind ja gute Aussichten. Janina: So ist es, Peter. “Aussichten”, ah *lacht*. Ich geb’ dir mal einen kurzen Überblick: Aktuell teilst du die Experience T3 mit zwölf anderen. Peter: Ist das viel? Janina: Nein, das ist sehr exklusiv! Peter: Okay. Janina: Wegschauen muss man sich schon leisten können. Peter: Mhm… Janina: Aber es zahlt sich ja auch aus. Wenn ich mir vorstelle, was du dir sonst den ganzen Tag alles anschauen musst… Peter: Ja, das ist auch schwer vorzustellen. Man schaut auf die Firma, auf die Mitarbeiter, auf die Wirtschaft, aufs Land, auf die Zukunft. Janina: Auf die Familie. Peter: Auf die schaut man auch. Janina: Ja, das ist anstrengend, Peter. Peter: Ja, genau! Janina: Und so wie dir geht's allen, die hierher kommen. Alle suchen das Gleiche. Und das finden sie hier. Manche verschließen bei uns jahrelang die Augen. Peter: Jahrelang? Janina: Ja sicher, das geht. Du hast für den Anfang zwei Monate gebucht. Aber die Dauer kann ja jederzeit verlängert werden. Peter: Mal schauen. Wenn mir gefällt, was ich nicht sehe, kann ich mir das vorstellen. Janina: Du wirst sicher zufrieden sein, Peter. Immerhin ist unser Motto: Weniger sehen. Mehr erleben. Und das passt auch gerade ganz gut, denn in ein paar Metern erreichen wir den Entertainment Bereich. Achtung, da ist eine ganz kleine … SFX: Aufprallgeräusch Peter: AU!! Scheiße, verdammte!! Janina: Ah, Peter! Auweh, das tut mir leid. Peter: Das hoffe ich auch! Kannst du nicht aufpassen?! Janina: Das war ein Versehen. Tut mir leid. Ich wollte dir in dem Moment sagen, dass da eine ganz kleine … Peter: Jetzt pass auf! Ich zahl viel Geld dafür, dass ich nix sehen muss. Da kann ich mich doch bitte darauf verlassen, dass man gut auf mich schaut. Janina: *Plappert entschuldigend* SFX: Eine elektrische Tür öffnet sich. Schritte im Gleichschritt nähern sich. Peter: Was ist das jetzt? Janina: Alles gut, es gibt kein Problem. War nur ein kleines Versehen. Moment, ich betreue hier grad einen Klienten, ja? Bitte. Hey. Stopp. *Janina spricht weiter, während sich ihre Stimme und die Schritte entfernen* Achtung. Wo gehen wir jetzt hin? Hey, ich war Jahrgangsbeste! Ich weiß, was ich tu. Peter. Ich bin gleich wieder zurück Peter. Das ist … Hey … Das geht so nicht. SFX: Eine elektronische Tür öffnet sich. Peter: Hallo? Hallo? Service? Hallo? SFX: Eine elektronische Tür öffnet sich. Frau: Guten Tag Herr Prix, entschuldigen Sie bitte die Unannehmlichkeiten bei Ihrer Experience. Ich bin Clara und übernehme für Janina. Auch ich bin jugendlich und freundlich, habe aber im Vergleich zu Janina schon mehr Erfahrung. Peter: Ja, das hoffe ich. Clara: Auf jeden Fall. Wir schauen gut auf unsere Klient:innen. Vor allem auf so wichtige wie Sie, Herr Prix. Peter: Ok. Das ist sehr lieb. Aber ich glaub wir brauchen den Herrn Prix nicht. Bei uns in der Firma sind auch alle per Du. Also gerne Peter. Clara: Hallo Peter. Peter: Hallo. Clara: Wollen wir weiterschauen?
Die zweifache Kassandra. Nine eleven mit Picasso.
Georg Küppers - 8. Jänner 2026, 12:19
"Die zweifache Kassandra. Nine eleven mit Picasso" Hörspiel von Georg Küppers, vorgetragen von Maria Ulrich, Barbara Keller, Ton: Sebastian Kleinloh Backsounds, synchron, Einblendungen entsprechend Fußnoten: (1) erregte Menschenmenge (bbc_outdoor-cr_07017016.mp3) (2) Schließ die Augen (Barbara) (3) bbc_demolition_07065135.mp3 (1a) weibliche Stimme, schrill, durchdringend Die Welt in Flammen, und Ihr geht in aller Ruhe ins Museum Erzählerin: … dabei hatte der Nachmittag des 9. September 2001 eigentlich vielversprechend begonnen. Mit einer Führung durch das neue Picasso-Museum gegenüber dem Charlottenburger Schloss in Berlin. Der Chef, Heinz Berggruen, hatte uns selbst dazu eingeladen, war aber nicht zu sehen. Gründe erfuhren wir nicht. Merkwürdig, noch zwei Tage vorher war er Gast bei der Eröffnungsfeier des Jüdischen Museums. An diesem Tag schien es, als seien meine Kollegen und ich die einzigen Besucher. Die faszinierende Führung des schließlich auftauchenden Vertreters dauerte zwei Stunden. Wir - so um die fünfzehn kunstinteressierte Kollegen - standen wie gebannt im geschlossenen Halbkreis um den Referenten, die Picassos an der Wand gegenüber. In schöner Selbstvergessenheit. Nichts, was uns hätte ablenken oder auf uns eindringen können. Handys brauchten wir nicht abzustellen; wir hatten noch keine... Nach dem Rundgang wurden wir freundlich entlassen. Herzlicher Applaus - begeistert, aber auch ein bisschen entrückt, verließen wir das Museum. Nichts ahnend. Der Kassandra-Ruf vor der Museumstreppe, inmitten einer erregten Menschenmenge auf dem Vorplatz, holte uns zurück. Von weit her, aus einer fernen Wirklichkeit. Wie fern ließ sich im Augenblick schwer ermessen. Drei Stunden vorher, in der Eile des Aufbruchs aus dem Büro - die anderen Kollegen hatten sich längst auf den Weg ins Museum gemacht - ging das Telefon. Es war Maria, die eigentlich von der Verabredung hätte wissen müssen. Mein linker Arm war schon in der Jacke; sie blieb aber beharrlich. Ziemlich spät sei sie vom Unterricht aus der Schule zurückgekommen und hätte erschöpft den Fernseher eingeschaltet. Jetzt müsse sie mit jemandem reden. Über die Fernsehbilder. Ich war in Eile und in Gedanken schon längst bei den Kollegen im Museum. Ich musste los. Sie legte auf, wohl etwas versimmt. Als wir der Menschenmenge beim Verlassen des Museums gegenüber standen, spürte ich plötzlich eine große Unruhe. Ich hätte Maria vorhin trotz der Ausnahmesituation ausreden lassen sollen. So blieben mir nur Gesprächsfetzen des abgebrochenen Telefonats in Erinnerung. ich kam ich mir vor wie ein Eindringling in eine andere Wirklichkeit. Was war mit der Stimme - hatte ich sie schon einmal gehört? War es Maria? Wovon war in dem Telefonat, das ich so abrupt beendet hatte, eigentlich die Rede? Vor dem Museum schauten mich jetzt auch die Kollegen an. Warum kam er vorhin eigentlich zu spät. Was hatte er zu verbergen? Wusste er mehr als er zu erkennen gab? Eine Erklärung war überfällig. Ich war verunsichert. Hatte der beschwörende Ruf auf den Treppenstufen etwa mir gegolten? Die Ähnlichkeit mit Marias Stimme war verblüffend; hysterisch hatte ich sie noch nie erlebt. Die verdrängten Erinnerungen an Einzelheiten des Telefongesprächs fügten sich langsam zusammen. Maria hatte das apokalyptische Bild ziemlich genau beschrieben. Mit jedem Schritt treppab, der erregten Menge entgegen, wurde das Bild, das in meinen Vorstellungen nicht entstehen sollte, unausweichlich Bis es endlich den Blick auf das kollabierende Gemäuer der Twins frei gab. (weibliche Stimme, Barbara): Schließ die Auge - bleib ganz ruhig! Es wird alles gut. Von der Kassandra auf der Museumstreppe war nichts mehr zu sehen. Schon wieder war ich in Erklärungsnot. Auf einmal hatte auch ich es ziemlich eilig, nach Hause zu kommen. Erläuterung: Die Geschichte - mit dem Wiedererkennungssatz gegen Ende - gleichzeitig ein Beitrag zum 25. Jahrestag der Anschlags auf das Worl Trade Center - habe ich so selbst erlebt. Ich freue mich über die Gelegenheit, sie nach meinen damaligen Aufzeichnungen rekonstruieren zu können! Dass sie authentisch ist, lässt sich auch anhand der "historischen" Daten leicht nachvollziehen (Gründung Picasso - später Berggruen - Museum Berlin; Gründung des Jüdischen - Libeskind - Museums). Autor: Georg Küppers, Sprecherin: Maria Ulrich, Barbara Keller, Ton: Sebastian Kleinloh). Der Text wurde noch nicht veröffentlicht.
ARKANA
SUSANNE AYOUB - 8. Jänner 2026, 12:00
ARKANA ist ein Tarot-Experiment. Wir wissen nicht, welche Karte Eva ziehen wird. Sie bezieht sich in geradezu unheimlicher Weise auf Evas Wunsch. Nun kommt es darauf an, was Eva daraus macht.
Webseite
https://www.susanneayoub.at/
Social Media Seite
https://www.facebook.com/aysousan
Am Morgen
MN/WN - 8. Jänner 2026, 11:42
Das Kurzhörspiel skizziert den Morgen in einer Sozialeinrichtung als Klangcollage zwischen Alltagsgeräuschen und flüchtigen Begegnungen – immer in Bewegung: „immer fort, fort“. Entstanden zwischen Mannheim und Wien. Beteiligte: Philippe Mainz (Aufnahme, Schnitt, Sounddesign), Magdalena Ritthaler (Stimme), Iris Weigel (Text, Konzept).
Der Schneemann und der Nordlichterzug
Kreativgruppe Ensemble Sonderzeichen - 8. Jänner 2026, 11:25
Der Schneemann und der Nordlichterzug Ich denke an Neujahrsvorsätze. (Silvesterraketen) Sätze die Sitzen. Mehr Sport. Weniger Fett, Weniger Zucker. Najo, ich und Reime. Hab realisiert dass meine Kleidung zu spannen begonnen hat. Draußen vor dem Fenster steht ein Schneemann. Hat er auch Neujahrsvorsätze? (Hm, pfff) Der Schneemann sieht aus als hätte er seine Augen immer geschlossen. Hermann: Der Schneemann braucht keine Hosen. Er gerhört zum Winter. Der Schneemann ist ein lustiger Mann. Er denkt sich dies und das. ((Schnneesturm))Graue Sorgen. Bau auf Morgen. Der Schneemann lauscht der Musik des Schnees, (Stille) er spürt ein Pritschlen in sich. (Zuggeräusche) Ein Zug fährt heran, bleibt stehen. Der Schneemann steigt ein. Es ist ein Zug aus Eis. Der Schneemann sieht sich die Fahrgäste an und sucht seine Seelenverwandte. Der Schneemann spricht mit den Fahrgästen und er erkennt, dass alle Schneemenschen, Eismenschen sind. Der Zug fährt zu den Polarlichtern. Am Polarkreis angekommen, wird er von den Kindern angelacht. (Kinderlachen) Sie spielen mit ihm. Eine Frau spielt Gitarre, spielt ein Lied für den Schneemann. (Sim Ukulele) Sie will ihn heiraten. Er sie auch. Hat der Schneemann übrehaupt Gefühle? Ja, sie gründen eine Schneegruppe ,und eine Familie. (Schneeband) Dem Schneemann vorm Fenster geht es gut. Ich und meine Vorsätze bleiben im Zimmer. Ich nehme mir vor einen Hundeschlitten anzuschaffen. Schließe die Augen und fahre, fahre, fahre...
Sterbende Kälber
Lava Mai/Wolf in der Au - 8. Jänner 2026, 11:20
Topographie des Inneren und Äußeren. Text von Lava Mai, wohnhaft im Haus der Künstler in Maria Gugging, Produktion und Musik von Wolf in der Au.
Webseite
http://wolfinderau.at
Joyful löst ein Problem mit der Trauerpuppe Tomoko
Michael Duszat - 8. Jänner 2026, 10:08
Joyful stellt seine neue Trauerpuppe im Bücherzimmer auf, um mit der Haus-Enttrauerung zu beginnen. Doch das Gerät scheint nicht richtig zu funktionieren. Zum Glück hat Joyful die Anleitung dabei!
Webseite
https://www.duszat.de/
EXPERTISE CHIRURGIE
Roman Weyand - 8. Jänner 2026, 09:06
Die Erfindung des Operationshandschuhs, ist eng mit einer Liebesgeschichte verbunden. Leidenschaft, Motivation und Selbstverständnis als tragende Säulen - kein Preis ohne Hingabe, keine Errungenschaften ohne Träume. Immer wieder haben Chirurgen geglaubt, dass sich die Entwicklung der Heiltechnik gerade zu ihrer Zeit dem Gipfel nähere. Schon bei Goethe heißt es: "Der Chirurg widmet sich dem göttlichsten aller Geschäfte: ohne Wunder zu heilen und ohne Worte Wunder zu tun." So, wie einer ein Raumschiff lenkt, so operiert er auch. Ein Hörspiel für die tagtäglichen Herausforderungen.
Musik und andere Geräusche
Envy&Spite - 8. Jänner 2026, 09:01
Hörst wos ? Na, aussa mein Tinnitus hör i nix, antworte ich. Sie sagt, schade. Wieso schade? Na wegen dem Tinnitus. Hob mi drau gwöhnt, oiso mehr oda weniger. Wos wär denn z’hören gwesen? Sie: Nix. Gor nix. Sie: Genau, gor nix. Ned amoi a Auto. Aha. I hör hoid fosd andauernd Solos wie a zischn. So ois würd ma d’Luft ausgeh. ( zischen ist zu hören ) Seit waun is des so? Seit waun ma de Luft ausgeht? Sie lacht. Kaun i ned genau sogn. Noch heftig laute Konzerte hob i imma scho an Nachhall ghobd. Irgendwaun hod dea hoid nimma aufgehört. Anfangs hod mi des sehr gärgad oba je mehr i mi gärgert hob, desto lauda is a worn. Sie: Des klingt nervig. Is es a. Wenn’s mi zu sehr nervt, hör i Musik, - daun verschwindet der Tinnitus monchmoi komplett. Sie: des is guad. Musik ois Medizin quasi. Schbüh do wos auf da Gitar und daun probier ma es noch amoi mit da Stille. Good Luck erklingt. (Während des Gespräches war die ganze Zeit ein Zischen zu hören. Während des Stückes verschwindet es.) Sie fragt: Und? Jo, jetzt ist grod nix. Sie: Absolute Stille? Mehr oder weniger. Sie: oder doch noch a bissi zischen? Jo, vielleicht doch. PAUSE. Leises Zischen. Er: An a komplette Stille kaun i mir gor nimma erinnern. I was nimma wie si des anhört. Sie: Hmmm… Er: Komplette Stille würd mi mittlerweile vielleicht sogor mehr irritieren ois da Tinnitus. Monchmoi, so vorm Einschlafen, schdö i mir vor des Zischn is a abstraktes Schlaflied. Ausserdem is des Geräusch auch a gewisse Abschottung noch draussn. Lustig is oba trotzdem ned, vor oim ob ana gewissn Lautstärke. Mir kumd vor - je mehr Stille i nötig hät, desto lauter wird des Geräusch. Machmal hör i dazu noch an Sinuston, Sie: Wos is a Sinuston? Er: I schbüh da an vor auf’m Synthesizer. Sinuston erklingt. Sie: ah ned grod angenehm. Er: Jo, dauert oba zum Glück nie sehr laung. Es entsteht wieder eine Pause. ( Stille ) Er: Jetzt hör i grod goar nix, aussa Umgebungsgräusche. Sie: Schbüh do noch wos. Er: Jetzt ned, jetzt möcht i kurz die relative Stille genießen. (Man hört Umgebungsgeräusche) Sie: Du kennst doch sicha des Stück 4’33 von John Cage. Er: Soi es schbühn? Sie: unbedingt Beide: Dann schließ die Augen.
Webseite
https://www.franzreisecker.at
Hörspiel Schau doch weg ! von Martin Papst
Martin Papst - 8. Jänner 2026, 03:14
Dieses Hörspiel, beschäftigt sich mit Gewalt an Frauen, im öffentlichen Raum. Dieses Thema ist mir sehr wichtig./ Idee / Regie / Schnitt / Rolle Peter: Martin Papst/ Rolle Aktivistin Vanessa : Melanie Neuherz/ Rolle Franz: Fabian Wöckl/ Rolle Aktivist: Harald Stampfer/ Rolle Dame: Jasmin Pankarter/ Rolle Gangster: Robert Haas/ Rolle Frau Rückblende: Melanie Neuherz/ Rolle junger Mann: Martin Papst/ Rolle Frau in Bim: Helena Glashoch/ Rolle Belästiger Bim: Daniel Matschik/ Hilfe am Set: Harald Stampfer/ Danke, an die Stadt Pfarre zum heiligen Blut Graz, dass wir den Raum nutzen durften. Danke, an das Tageszentrum Mesner Gasse 4, der Caritas, für die freundliche Unterstützung. Danke, an den Itzo. & Danke an Alle die uns unterstützen, Familie und Freunde !
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