Resolution der Imamekonferenz

"Weg der Mitte nicht verlassen"

Die Muslime in Europa mögen den "Weg der Mitte" nicht verlassen. Dieser Appell findet sich in der Schlusserklärung, die die dritte Europäische Imamekonferenz in Wien verabschiedet hat. Mehr als 100 Imame, islamische Seelsorger und Seelsorgerinnen sowie Vertreter von Muslimenorganisationen aus fast allen europäischen Ländern hatten seit Samstag beraten.

Mittagsjournal, 16.05.2010

Imame als Sozialarbeiter

Den Imamen, also den Vorstehern von Moscheevereinen, soll künftig eine Schlüsselrolle zukommen: Sie müssen die Landessprache sprechen können und in der jeweiligen Landeskultur ebenso zuhause sein wie in der islamischen, heißt es in der Resolution. So könnten sie bei Konflikten zu Vermittlern zwischen den Kulturen werden. Imame müssten dabei nicht nur im seelsorgerischen Bereich, sondern fast wie Sozialarbeiter tätig werden, so die Sprecherin der islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Carla Amina Baghajati.

Aktiv an Gesellschaft teilnehmen

Neben einer Absage der Gewalt in allen ihren Formen geht es den Muslimenvertretern vor allem darum, das Selbstbewusstsein der Muslime in Europa zu stärken. Sie müssten heraus aus ihrer jahrzehntelangen Verteidigungshaltung hin zu einer aktiven Beteiligung an einer positiven Gesellschaftsentwicklung, trotz mancher Ablehnung, trotz Burka- und Minarettverboten.

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