Proteste auch im Jemen

Die Opposition hatte im Jemen für Donnerstag zum Tag des Zorns aufgerufen. Zehntausende waren dann auf den Straßen. Die Regierung von Präsident Ali Abdulla Saleh hat ihrerseits Gegendemonstrationen organisiert.

Abendjournal, 03.02.2011

Keine Ausschreitungen

Mehr als 20.000 Demonstranten waren in der Hauptstadt Sanaa dem Aufruf der Opposition gefolgt. Sie fanden sich am Vormittag vor dem Universitätsplatz ein. Sie forderten sofortige Reformen, vereinzelt waren auch Rücktrittsforderungen an Präsident Saleh zu hören. Einige hundert Meter entfernt auf dem zentralen Tahrir-Platz (Freiheitsplatz) fand gleichzeitig eine Gegenkundgebung stand, organisiert von den Anhängern der Regierung von Präsident Ali Abdullah Saleh. Die befürchteten Ausschreitungen blieben aber aus, nach wenigen Stunden lösten sich die Demonstrationen friedlich auf.

Kleine Zugeständnisse

Schon vor einer Woche gab es Proteste gegen Langzeitpräsident Saleh. Dieser bemüht sich um politische Zugeständnisse: Er werde nicht mehr kandidieren und mit Ende seiner Amtszeit 2013 auch abtreten, verkündete er gestern. Für kommende Woche stellte er eine Regierungsumbildung in Aussicht. An der neuen Regierung sollen auch Oppositionsgruppen beteiligt sein.

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