Patrick Prammer, Schlagwerk

Zur Musik kam er durch seinen Vater: Patrick Prammer, Jahrgang 1987, der seit 2007 an der Konservatorium Wien Privatuni Schlagwerk studierte und nun an die Wiener Musik-Uni wechselt. Sein zehntes Probespiel war erfolgreich: seit September ist Prammer Mitglied des RSO Wien. "Intrada" widmete dem jungen Schlagwerker ein Porträt.

Patrick Prammer spielt Werke von Pawasser, Ellerby und Zivkovic.

Rüdiger Pawasser: "Sculpture in Wood", M. Ellerby: "The Canticle oft he Sun"; J. N. Civkovic: "Danza Barbara", op 32 (Ausschnitte).

"Mein Vater war in einer volkstümlichen Tanzband Sänger und Gitarrist und durch ihn kam ich zur Musik. Schon als Kind durfte ich zu Konzerten mitfahren und war vor allem vom Schlagzeug begeistert. Ich saß im Hintergrund und habe auf den Instrumentenkoffern mitgeklopft. Bald darauf meldete mich mein Vater in der Musikschule in Altmünster an. Ausschlaggebend dafür, dass ich Profi-Musiker wurde, war ein 'Prima la Musica'-Wettbewerb, bei dem Josef Gumpinger in der Jury saß. Er fragte mich, ob nicht bei ihm studieren wolle", erzählt Patrick Prammer, gebürtiger Oberösterreicher aus Kirchdorf an der Krems, Jahrgang 1987, über seine Anfänge.

Seit 2007 studierte er Konzertfach Schlagwerk bei Josef Gumpinger an der Konservatorium Wien Privatuniversität Wien und wechselte dann zur Wiener Musikuniversität.

Ersten Schlagwerk-Unterricht hatte der junge Musiker bereits mit vier Jahren bei Gerhard Jessl an der Landesmusikschule Altmünster.

Von 2004 bis 2007 studierte er zunächst an der Linzer Anton Bruckner Privatuniversität bei Josef Gumpinger Schlagwerk und Marimba bei Bogdan Bacanu, bevor er nach Wien wechselte.

Eine enorme Bandbreite

"Es ist diese Bandbreite, die Vielseitigkeit – ich muss ja etliche Instrumente üben. Und man muss im Orchester immer präsent sein. Wenn ich zum Beispiel einen Beckenschlag mache, weiß das Publikum, dass ich das bin", erläutert Prammer seine Affinität zum Schlagwerk.

Orchester-Praxis seit 2008

Seit 2008 konnte Prammer vielfältige Orchester-Praxis sammeln, darunter in so renommierten Orchestern wie dem Brucknerorchester Linz, den Grazer Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra, den Ensembles "Die Reihe" und "Kontrapunkte", bei den NÖ. Tonkünstlern sowie in den Orchestern der Wiener Staatsoper und der Volksoper, wo er bald seinen ersten Kurzvertrag erhielt:

"Für die Erfahrungen im Volksoper-Orchester bin ich sehr dankbar, denn in dieser Zeit habe ich enorm viel gelernt. Und diese wichtigen Erfahrungen, die ich als blutjunger Musiker machen durfte, helfen mir bis heute."

2009/2010 hatte Prammer aufgrund eines Probespiels einen 10-Monate-Vertrag beim NÖ. Tonkünstlerorchester.

RSO-Engagement

Im Sommer 2011 wurde ihm sein Können eindrucksvoll bescheinigt: das zehnte Probespiel brachte Patrick Prammer das Engagement beim RSO Wien.

Sein Debüt hatte er unter RSO-Chef Cornelius Meister im Rahmen des "Ö1 KulturPicknicks" am 18. September 2011, bei dem er in Paul Dukas' "Zauberlehrling" mitwirkte.

"Vienna Horns" und "Vienna Brass Connection"

Der vielseitige Musiker ist aber auch Mitglied der Ensembles "Vienna Horns", dem er seit 2009 angehört, sowie der jungen "Vienna Brass Connection", die vom Philharmoniker-Hornisten Manuel Huber gegründet wurde und im Mai 2011 in Peuerbach in Oberösterreich ihr Debüt hatte:

"Für unser erstes Programm wählten wir den Schwerpunkt Filmmusik. Prinzipiell wollen wir Werke spielen, die weniger bekannt sind. Der erste Teil begann klassisch mit Schostakowitsch und Mussorgsky, im zweiten spielten wir Stücke von Williams, Zimmer und Korngold."

"Fidelio"-Preisträger 2011

Seit seinem 16. Lebensjahr nahm Prammer an zahlreichen Wettbewerben teil und gewann mehrfach 1. Preise bei "Prima la Musica"-Bewerben.

2011 zählte er zu den Preisträgern des "10. Fidelio-Wettbewerbs" in der Sparte Interpretation, an dem er mit dem "ViPP - Vienna Percussion Project" teilnahm.

Mit RSO-Engagement Traum erfüllt

Derzeit konzentriert sich der junge Musiker vor allem auf seine Konzerte und erweitert sein Solo-Repertoire.

Sind für den erfolgreichen Schlagwerker noch Wünsche offen? "Derzeit habe ich keine beruflichen Wünsche. Denn ich wollte immer dem RSO angehören - und mit der Erfüllung dieses Wunsches bin ich der glücklichste Mensch", so Patrick Prammer.