Martin Griebl, Trompete

Zur Trompete kam er durch den Vater: Martin Griebl, Jahrgang 1987, der an der Konservatorium Wien Privat-Uni studiert. Am 24. und 25. Februar gastierte er mit den Berlinern, deren Akademist er bis 29. Februar war, in der New Yorker Carnegie Hall. Seit März 2012 hat Griebl einen befristeten Solo-Vertrag an der Deutschen Oper Berlin.

Martin Griebl spielt aus Werken von O. Respighi, A. Wagendristel und R. Strauss.

O. Respighi: "Pini di Roma"; A. Wagendristel: "Glam", R. Strauss: "Till Eulenspiegel" (Ausschnitte).

"Die Musik war bei uns zuhause immer sehr präsent, denn mein Vater spielt Trompete und hat früher auch sehr viel Tanzmusik gespielt. Auch meine Geschwister haben dann bei der Blasmusik mitgemacht.

Ursprünglich hatte ich ein Handwerk als Berufsziel, habe mich dann aber kurzfristig für den Besuch des Musikgymnasiums entschieden. Und das war schließlich der Weg zum Profi-Musiker", erzählt Martin Grübl, gebürtiger Oberösterreicher aus Vorderweißenbach, Jahrgang 1987, über seine Anfänge.

Von 2007 bis heuer studierte er an der Konservatorium Wien Privatuniversität Konzertfach Trompete bei Johann Plank, dem Solo-Trompeter des RSO Wien, und hat mit Auszeichnung den Bachelor gemacht.

Nun setzt er mit dem Master-Studium in Wien und an der Salzburger Mozarteum Uni bei Hans Gansch fort. Abschließen wird er 2014.

Begonnen hatte Griebl zunächst 1995 an der der Landesmusikschule Bad Leonfelden, wo er bei Oskar Gruber Trompeten-Unterricht erhielt. 2007 wechselte er an die Anton Bruckner Privatuni Linz zu Josef Eidenberger.

Für die Ö1 Talentebörse wurde Martin Griebl von Arno Steinwider-Johannsen, dem Vorstand der Abteilung Blasinstrumente und Schlagwerk der Konservatorium Wien Privatuni, aufgrund seines Erfolgs beim Vorspiel für die Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker vorgeschlagen.

Große Affinität zu neuer Musik

"Ich wurde vor einiger Zeit vom Ensemble 'Reconsil' angesprochen und habe es ausprobiert. Und ich war von Beginn an begeistert, denn man muss an Musik, die nicht den herkömmlichen Hörgewohnheiten entspricht, psychologisch herangehen", erläutert Martin Griebl, zu dessen Spezialitäten die Barock-Trompete zählt, über seinen Zugang zu Neuer Musik.

Orchester-Praxis

Seit 2007 konnte Griebl umfangreiche Orchester-Praxis sammeln:

Darunter beim Bühnenorchester der Wiener Staatsoper, beim RSO Wien, beim Concentus Musicus Wien, beim Klangforum, dem NÖ Tonkünstlerorchester, dem Brucknerorchester Linz, der Camerata Salzburg, an der Wiener Volksoper beim Wiener Kammerorchester, beim Barock-Ensemble "Ars Antiqua Austria", beim Wiener Ensemble "Reconsil", bei der "Vienna Brass Connection", sowie beim Wiener "Jeunesse"-Orchester.

Mitglied des EUYO

Zu Griebls bisher wichtigsten Orchester-Erfahrungen zählt das "European Union Youth Orchestra" (EUYO):

"In diesem Orchester hat man die Möglichkeit, große Literatur zu spielen und mit hervorragenden Dirigenten arbeiten zu dürfen".

Solo-Trompeter an Berliner Oper …

2012 setzt sich die Glückssträhne des ambitionierten Trompeters fort: Martin Griebl gewann ein Probespiel für Solo-Trompete an der Deutschen Oper Berlin.

Seit März 2012 hat er nun einen 50-Prozent-Vertrag als Solo-Trompeter bis Oktober 2013.

Und seit 2. März wirkt er bereits in Aufführungen der Deutschen Oper mit.

… und Einladung von BBC Symphony Orchestra

Außerdem erhielt Griebl - nach erfolgreicher Audition im November 2011 – kürzlich die Einladung, beim BBC Symphony Orchestra in London mehrere Konzerte zu spielen, um sich so langfristig für die Position des Solo-Trompeters des Orchesters zu qualifizieren.

Am 17. März führte er mit dem BBC Symphony Orchestra im Londoner "Barbican Center" Werke von Brett Dean auf.

2012 in Akademie der Berliner

2011 war für den jungen Musiker ein besonders erfolgreiches Jahr: ein gelungenes Probespiel brachte Martin Griebl eine Stelle in der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker, die er im Jänner 2012 antrat:

"Für mich ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, in diesem wunderbaren Orchester lernen zu dürfen. Mein Lehrer war Solo-Trompeter Tamás Velenczei", so der glückliche Musiker, der nun durch sein Engagement seit Ende Februar 2012 nicht mehr der AKademie angehört.

Mit Berlinern in Carnegie Hall

Am 24. und 25. Februar gastierte er mit den Berliner Philharmonikern, deren Akademie er noch bis 29. Februar angehört, mit Bruckners Neunter und Mahlers Zweiter in der New Yorker Carnegie Hall.

Zahlreiche Preise

Martin Griebl ist mehrfacher Preisträger bei Landes- und Bundeswettbewerben von "Prima la Musica" sowohl als Solist wie in der Kategorie Ensemblewertung.

2005 erhielt er mit dem Ensemble "Deja-vu" den Förderpreis beim Wettbewerb "Gradus ad Parnassum", 2006 den 1. Preis der Stadt Passau beim internationalen Ensemble-Wettbewerb.

Engagement in erstem Orchester

Wie lauten die Zukunftswünsche des erfolgreichen Trompeters?

"Ein großes Ziel von mir ist, in einem ersten Orchester wie den Berliner Philharmonikern, eine Stelle als Solo-Trompeter zu erreichen. Und auch die Möglichkeit zu haben, Kammermusik zu spielen", so Martin Griebl.