Lehrerdienstrecht: Schmied zeigt Verständnis

Schon vor den Verhandlungen über ein neues Lehrerdienstrecht sagt die Gewerkschaft Nein - zu Mehrarbeit ohne Lohnausgleich. Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) will der Gewerkschaft entgegenkommen: Es soll Unterstützung für Lehrer durch mehr Verwaltungspersonal und mehr Sozialarbeiter an den Schulen geben.

Mittagsjournal, 2.5.2012

Verständnis für Gewerkschaft

Sie habe viele Schulen besucht und dabei festgestellt, dass es Unterstützungspersonal für die Lehrer brauche, so Schmied: "Hier gibt es dringenden Handlungsbedarf." Selbst große Standorte hätten manchmal nicht einmal ein Sekretariat. Wie viel Personal das sein sollte, werde sie den Verhandlungspartnern aber nicht über die Medien ausrichten. Dass die Gewerkschaft mehr Arbeit bei gleichbleibendem Lohn ablehnt, dafür zeigte die Ministerin Verständnis: "Dass die Interessensvertretung das sagen 'muss', ist mir nachvollziehbar." Als Zeitplan sei ihr jedenfalls "je früher, umso lieber", hierfür brauche es aber auch die Verhandlungspartner, meinte Schmied. Sie betonte, dass die Dienstgeberseite das Thema sehr ernst nehme.

Kein Kommentar zu Burgstaller

Einzelne Vorschläge wie jenen von der Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ), den Urlaub der Lehrer auf fünf Wochen zu verkürzen, wollte sie nicht kommentieren. "Wir werden ein Gesamtpaket übermitteln und darüber diskutieren", betonte Schmied. Aus den Dienstrechtverhandlungen werden jedenfalls "keine Großgruppenveranstaltungen". Ebenso hielt es Verhandlungspartnerin Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ).

Auch Heinisch-Hosek sprach sich dafür aus, dass die Verhandlungen rasch vorangehen. Den Vorschlag zur Urlaubskürzung wollte sie nicht kommentieren. Man werde ein Angebot legen, dass höhere Einstiegsgehälter vorsieht, dazu müsste die Gewerkschaft erst einmal Nein sagen. Die Beamtenministerin geht von einer guten Zusammenarbeit aus. Auch Wissenschaftsminister Karl-Heinz Töchterle hat dazu keine dezidierte Meinung geäußert. (Text: APA, Red.)