U-Ausschuss erreicht soziale Netzwerke

Umfragen sagen, eine überwältigende Mehrheit der Österreicher will, dass der U-Ausschuss weiterarbeitet. Das spiegelt sich auch in den sozialen Netzwerken im Internet. Auf Facebook und Twitter ist das Verhalten von SPÖ und ÖVP ein großes Thema, es macht sogar der Aufruf zu einem spontanen Protest, einem sogenannten flashmob die Runde.

Abendjournal, 19.9.2012

Eine hitzige Debatte um die Zukunft des U-Ausschusses wird nicht nur im Parlament geführt, Auch in den sozialen Netzwerken ist das drohende Aus für die Korruptionsaufklärung heute großes Thema. Die politisch interessierte Szene auf dem Kurznachrichtendienst Twitter ist heute einhellig empört, dass trotz dem Rücktritt von U-Ausschuss-Vorsitzender Gabriela Moser, die Aufklärungsarbeit in Sachen Korruptionsaffären von SPÖ und ÖVP möglichst schnell beendet werden soll. Von "Missachtung der demokratischen Kontrolle", Tag der Schande für Parlamentarismus und Demokratie", "Wählerverhöhnung" ist hier die Rede. Oder von einem schwarz-roten Eigentor.

Ein Twitter-Teilnehmer verschickt ein Bild von Bruno Kreisky und fragt: SPÖ könnt ihr euch noch erinnern? Auf Facebook kursiert eine Internet-Petition zur Fortsetzung des U-Ausschusses. Unter dem Titel: Korruption muss untersucht werden, bis zum Schluss bis ganz nach oben", kann Internet-community unterzeichnen. Seit einigen Stunden wird auch eine spontane Protest-Kundgebung gegen ein Ende des U-Ausschusses organisiert, die in diesen Minuten beginnen soll. Mehrere hundert Facebook-Nutzer haben zumindest auf der Protestseite ihr Kommen angekündigt.

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