Kika/Leiner an Südafrika verkauft

Turbulente Zeiten für Österreichs Wirtschaft:
Die Eigentümer der zweitgrößten Möbelkette Österreichs, der Kika/Leiner Gruppe, verkaufen das Unternehmen nach Südafrika an die Steinhoff-Gruppe. Für die MitarbeiterInnen und für die Kunden soll sich nichts ändern. Marke, Jobs und Filialen sollen erhalten bleiben.

Abendjournal, 26.6.2013

Leiner und Kika

(c) FOHRINGER, APA

Paul Koch bleibt

Der Möbelriese Kika/Leiner wird südafrikanisch: die Steinhoff-Gruppe übernimmt das Familienunternehmen zu 100 Prozent samt allen Niederlassungen im Ausland. Der Kaufpreis wurde offiziell nicht genannt, laut Bankenkreisen soll Steinhoff aber mehr als 500 Millionen Euro zahlen. Die Namen Kika und Leiner werden weiterhin bestehen bleiben, Unternehmenschef Paul Koch wird die Möbelkette auch unter den neuen Eigentümern leiten. Die Europäischen Kartellbehörden müssen dem Verkauf zustimmen. Der Deal soll noch im Sommer über die Bühne gehen.
Die Steinhoff-Gruppe ist ein großer internationaler Mischkonzern mit Schwerpunkt Möbelhandel. Im Vorjahr setzte die gesamte Gruppe rund 6,8 Milliarden Euro um. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 80.000 Mitarbeiter und notiert an der Börse in Johannesburg.

In Europa gehört Steinhoff zu den Platzhirschen am Möbelmarkt. Mit dem Kauf von Kika/Leiner ist die Gruppe künftig auch in Österreich vertreten.

Kein Notverkauf

Was die neuen Eigentümer mit der Möbelkette vorhaben, ist noch nicht bekannt. Die Zeichen sollen laut Kika/Leiner-Berater Wolfgang Rosam aber auf Expansion stehen. Von einem Notverkauf könne keine Rede sein. Kika/Leiner hat über 7.500 Mitarbeiter und Standorte in sieben Ländern. Zuletzt sorgten teure Filialumbauten in Österreich für Verluste. Auch im Ausland, speziell in Kroatien, lief das Geschäft nicht wie erhofft.

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