Karlheinz Essl: "Es geht um Kulturerbe Österreichs"

BauMax-Grüner Karlheinz Essl will seine Kunstsammlung an den Staat verkaufen, um damit Geld zur Rettung seiner bauMax-Kette zu erhalten. Er hoffe auf eine einvernehmliche Lösung mit Minister Ostermayer und Landeshauptmann Pröll, erklärte Essl im Morgenjournal-Gespräch. Schließlich gehe es um ein kulturelles Erbe Österreichs.

Eingang des Essl Museums

(c) APA/HERBERT PFARRHOFER

Morgenjournal, 25.3.2014

Karlheinz Essl im Gespräch mit Hubert Arnim-Ellissen

Einzelne Schließungen

Essl geht davon aus, mit der Kapitalspritze aus dem Verkauf der Sammlung die BauMax-Kette in Österreich und in den Ländern rund um Österreich erhalten zu können. Jedes Land stehe auf dem Prüfstand, es werde zu einzelnen Schließungen kommen, ob es Insolvenzen gebe, werde man sehen, so Essl. Zur Rettung brauche man eine Rekapitalisierung, und daher habe man sich entschlossen, die Sammlung Essl zur Verfügung zustellen - eine schwere Entscheidung für ihn und seine Frau, so Essl.

Der Gesellschaft etwas zurückgeben

Die Familie habe immer schon die Absicht gehabt, die Kunst langfristig der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Man habe nie einen Gewinn aus der Kunst herausgezogen, "im Gegenteil, wir haben all unsere Emotionen, unsere Kraft und unsere Gebäude in die Kunstsammlung und ins Museum gesteckt." Das sei ein Beitrag der Familie, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Mit dem Verkauf der Sammlung an den Staat treffe man zwei Fliegen mit einem Schlag. Essl hofft, damit den "Gesamtblock" über 50 Jahre Kunst zu erhalten und in einen internationalen Kontext zu stellen.

Die Expansion nach Osteuropa betrachtet Essl rückblickend als "nicht in der Weise gerechtfertigt". Aber auch andere österreichische Unternehmen seien wichtige Investoren in Osteuropa, und die Krise habe einen Strich durch die Rechnung gemacht. Investoren hätten sich zurückgezogen, die Kaufkraft in diesen Ländern sei sehr gering, die Arbeitslosigkeit gestiegen.

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