15 Monate Haft für Kartnig
Der Oberste Gerichtshof hat heute einen Teil der Urteile gegen Hannes Kartnig und 7 weitere ehemalige Verantwortliche des SK Sturm bestätigt - aber eben nur einen Teil. So wird es - was Betrugsvorwürfe gegen Kartnig betrifft - eine Neuauflage vor Gericht geben. Vorerst hofft Kartnig nun auf Fußfessel statt Haft.
8. April 2017, 21:58
Abendjournal, 23.4.2014
Der Richtersenat am OGH hat über den Ex-Sturmpräsidenten Hannes Kartnig nur eine Strafe wegen Steuerhinterziehung festgesetzt - hier am OGH: Eine abgemilderte Strafe: Statt zwei Jahren Haft heißt es nun nur 15 Monate Haft und 5,5 Millionen Euro Geldstrafe. Kartnigs Anwälte hoffen, dass er dadurch vorerst ohne Haft und ohne Zahlung davonkommt - nur mit gemeinnütziger Arbeit und Fußfessel.
Den Schuldspruch wegen Förder-Betrugs am Land Steiermark hat der Oberste Gerichtshof zwar bestätigt aber keine Strafe festgelegt. Und zwar weil ein zusätzlicher Betrugsvorwurf neu verhandelt werden muss.
Kartnig hofft trotzdem, dass in Summe weniger herauskommt als die insgesamt 5 Jahre, zu denen er ursprünglich verurteilt wurde, es seien alle Idealisten gewesen, die viel für den Sport gemacht hätten, es wäre brutal so abgehandelt zu werden, wie es das Erstgericht gemacht habe, sagt Kartnig, der zuerst keine Interviews geben wollte und sich dann doch nicht zurückhalten kann: er sei schon lange im Geschäft und wisse wie der Sport funktioniere. Es sei besser darüber nicht zu sprechen.
Übrigens: Die bedingten Haftstrafen und Geldstrafen in Millionen Höhe gegen sieben weitere Angeklagte hat der oberste Gerichtshof heute zum Teil bestätigt und zum Teil abgemildert, das Strafverfahren daure schon zu lange - nämlich fast 8 Jahre.
