RBI zahlt Staatshilfe zurück
Nach monatelangem Hin und her wird die Raiffeisen Bank International die Staatshilfe von fast 1,8 Milliarden Euro zurückzahlen. Wie andere heimische Großbanken hat die RBI das Geld nach dem Ausbruch der Finanzkrise vor fünf Jahren bekommen.
8. April 2017, 21:58
Abendjournal, 4.6.2014
Grünes Licht der FMA
Raiffeisen wollte die Staatshilfe eigentlich schon seit einiger Zeit zurückzahlen. Allerdings hatte die Finanzmarkt-Aufsicht Bedenken, und zwar wegen der Krise in der Ukraine. Dort und in Russland ist Raiffeisen relativ stark vertreten. Und da hatte die FMA Bedenken, ob Raiffeisen ohne das Staatsgeld genug Eigenkapital hat, sollte die Krise weiter eskalieren. Seit heute früh gibt es jetzt aber das grüne Licht der FMA.
Die RBI ist jetzt die dritte Bank, die nach der Krise das Staatsgeld zurückzahlt, nach BAWAG und Erste Group. Wo steckt jetzt noch Staatsgeld drinnen?
Eigentlich nur mehr in den Problemfällen der heimischen Bankenlandschaft - also in der Hypo Alpe Adria, in der teilverstaatlichten Volksbanken AG und in der Abbau-Bank der Kommunal Kredit. Wie viel die Republik von diesem Geld noch sehen wird, ist fraglich, einen Teil musste sie schon abschreiben.
Noch einmal zurück zu Raiffeisen - wie sieht's da jetzt aktuell für die Bank in der Ukraine aus?
RBI-Chef Karl Sevelda sagt, den Umständen entsprechend ganz gut. Aber, natürlich muss Raiffeisen damit rechnen, dass wegen der Krise eine Reihe von Krediten ausfallen. 250 Millionen Euro legt die RBI deswegen als weitere Vorsorgen zur Seite. Und insgesamt fährt man das Geschäft dort eher zurück.
