Pensionistenvertreter fordern Pensionsreform

Die Seniorenvertreter fordern, dass das Regierungsprogramm zu den Pensionen umgesetzt wird. Damit nicht mehr so viele Menschen so früh in Pension gehen, ist unter anderem ein Bonus-Malus-System geplant. Und auch ein Pensionsmonitoring, also eine Überprüfung bisheriger Maßnahmen. Beides soll helfen, das Pensionssystem längerfristig zu sichern, doch die Regierung ist säumig. Die Seniorenvertreter protestieren.

Abendjournal, 23.06.2014

Bonus-Malus-System

Völlig inakzeptabel sei die Verzögerung beim Umsetzen des Regierungsprogramms, heißt es von Andreas Khol, dem Obmann des ÖVP-Seniorenbundes. Die laufende Überprüfung mit dem Pensionsmonitoring, ein Bonus für Arbeitnehmer, die länger im Beruf bleiben und ein Malus für Arbeitgeber, die ihre Leute vorzeitig in Pension schicken - das seien wesentliche Punkt, so Khol, der der Regierung Vetrauensbruch vorwirft und ein rasches Umsetzen vom Sozialminister fordert. Reformen, die will auch Karl Blecha vom SPÖ-Pensionistenverband. Er sieht allerdings die Verantwortung für bisherige Versäumnisse vor allem bei Wirtschaftsvertretern. Die wiederum kritisieren zuviel Bürokratie.

Ziel der Regierung ist es jedenfalls, bis zum Jahr 2018 das Pensionsalter auf über 60 Jahre zu heben.