Weitere US-Luftangriffe gegen IS in Syrien

Die Luftangriffe des US-Militärs gegen IS-Ziele im Norden Syriens sind heute fortgesetzt worden. Wie die oppositionsnahe syrische Beobachtergruppe für Menschenrechte berichtet, wurden Ziele nahe der Stadt Kobani an der türkischen Grenze angegriffen. In der Nacht hatte die von den USA geführte Allianz mehr als 50 Luftangriffe auf Stellungen der IS ausgeführt.

Mittagsjournal, 24.9.2014

Karim el Gawhari im Gespräch mit Hubert Arnim-Ellisen

"Schwierig, Partner am Boden zu finden"

ORF-Korrespondent Karim el Gawhari berichtet, dass sich die IS-Truppen im Moment auf der syrischen Seite in den kurdischen Gebieten konzentrieren. Das habe auch die neue Flüchtlingswelle in die Türkei ausgelöst.

Die Angriffe der USA gegen den Islamischen Staat ohne Schaden für die Bevölkerung sei eine Illusion, sagt el Gawhari. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis es Meldungen gibt, dass auch die Zivilbevölkerung Opfer der US-Luftschläge werden. "Diese Luftangriffe können nur Teil einer größeren Strategie sein und dazu braucht man natürlich auch Bodentruppen, die man westlicherseits nicht einsetzt. Also hofft man, den moderaten Teil der syrischen Opposition mobilisieren zu können, gegen den IS zu kämpfen."

Es sei aber schwierig, einen militärischen Partner am Boden zu finden, der ideologisch zu einem passt, so el Gawhari. Außerdem müsse man aufpassen, dass es nicht zu einem Geschenk für das syrische Regime wird, indem man einen Teil der Opposition "wegbombt".

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