Von Joris Luyendijk

Unter Bankern - Eine Spezies wird besichtigt

Sind alle Banker solche Bestien wie Leonardo di Caprio in dem Hollywood-Film "Der Wolf der Wall Street"? Würden alle Banker für Geld über Leichen gehen? Ist es für junge Leute erstrebenswert, Banker - oder Bankerin - zu werden? Solchen und ähnlichen Fragen ist der Niederländer Joris Luyendijk zwei Jahre lang im Auftrag der britischen Tageszeitung "The Guardian" nachgegangen.

Der Sozialwissenschaftler und Journalist hat rund 200 Investmentbanker, Rating-Agentur-Angestellte, Kontrolleure und Headhunter in der Londoner City sowie in Zürich, Frankfurt und Wien interviewt. In seinem Buch "Unter Bankern - Eine Spezies wird besichtigt" beschreibt er, was er herausgefunden hat.

"Luyendijk erklärtes Interesse ist kein Banker-Bashing: Ihn treibt die Neugier des Sozialanthropologen. Davon profitiert sein Buch, das frei ist von ideologischem Eifer."
Rebecca Hillauer

Service

Joris Luyendijk, "Unter Bankern - Eine Spezies wird besichtigt", Verlag Klett-Cotta

The Guardian - The Joris Luyendijk banking blog
Joris Luyendijk

Joris Luyendijk studierte Arabistik und Politik in Kansas, Amsterdam und Kairo. Er gilt als der bislang jüngste Korrespondent, der aus dieser Region je berichtet hat. 2011 zog Luyendijk nach London, um für den "Guardian" in einem Blog aus der Innenwelt der Londoner City zu berichten. Sie gilt als das Finanzzentrum Europas. Unter Wahrung ihrer Anonymität brachen Banker und Bankerinnen aus den unterschiedlichsten Bereichen das von ihren Arbeitgebern auferlegte Schweigegebot.

Der Autor beschreibt in seinem Buch, wie er ohne besondere Vorkenntnisse über die Bankenwelt, bewusst unbedarft an seine Recherche heranging. Von Kapitel zu Kapitel lässt er die Leserinnen und Leser an seinen Lernfortschritten teilhaben. Wer sich aber auf die Lektüre einlässt, findet anschauliche Erklärungen, Anekdoten und Lebensgeschichten.