Kilt mit Brosche

AFP/FRED TANNEAU

Mendelssohns "Schottische" im Interpretationsvergleich

Hören Sie zu, stimmen Sie mit: Wieder gibt es die Möglichkeit, über die verschiedenen Aufnahmen des Werkes abzustimmen. Wer spielt wie die 3. Symphonie von Mendelssohn?

Felix Mendelssohn war Wunderkind, Starkomponist, -dirigent und Globetrotter. Neun England-Reisen und ein zweijähriger Italien-Aufenthalt prägen die Zeit des Musikers ab seinem 20. Lebensjahr, wobei ihm der Süden eindeutig lieber war als der Norden.

"Die schottischen Hochlande und das Meer brauen miteinander nichts als Whiskey, Nebel und schlechtes Wetter. Die Fahrt mit unserem Dampfschiff war alles andere als erfreulich. Je tiefer das Barometer fiel, desto höher stieg die See. Die Ladies fielen um wie die Fliegen, und der ein oder andere Gentleman tat es ihnen gleich." (Aus Schottland, August 1829)

Mitte April bis Mitte Mai sei hingegen die schönste Jahreszeit, in Rom freilich, und "wer kann es mir da verdenken, dass ich nicht in die schottische Nebelstimmung mich zurückversetzen kann?"

Zu Mendelssohns schönsten Reise-Musiken gehört trotzdem die 3. Symphonie, die sogenannte "Schottische". Von ihr bietet Albert Hosp mehrere Aufnahmen an. Aus einer davon werden am Ende der Sendung der 3. und der 4. Satz zu hören sein. Per E-Mail konnten Sie abstimmen welche Aufnahme gewinnt.

Zur Wahl standen:

  • Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, Andrés Orozco-Estrada. 2013. Oehms classics
  • Gewandhausorchester Leipzig, Riccardo Chailly. 2009. Decca
  • Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan. 1971. Deutsche Grammophon
  • NBC Symphony Orchestra, Arturo Toscanini. 1941. Testament
  • Freiburger Barockorchester, Pablo Heras-Casado. 2015. Harmonia Mundi

3. Satz Anfang

Andrés Orozco-Estrada & Tonkünstler-Orchester NÖ 2013

Riccardo Chailly & Gewandhausorchester Leipzig 2009

Herbert vo Karajan & Berliner Philharmoniker 1971

Arturo Toscanini & NBC Symphony 1941

Pablo Heras-Casado & Freiburger Barockorchester 2015

3. Satz Ende / 4. Satz Anfang

Andrés Orozco-Estrada & Tonkünstler-Orchester NÖ 2013

Riccardo Chailly & Gewandhausorchester Leipzig 2009

Herbert von Karajan & Berliner Philharmoniker 1971

Arturo Toscanini & NBC Symphony 1941

Pablo Heras-Casado & Freiburger Barockorchester 2015

Die Entscheidung

Bei der Publikumswahl haben schließlich die beiden ältesten Interpretationen die Gunst des Publikums auf sich gezogen:
Die Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan (1971) und das NBC Symphony Orchestra unter Arturo Toscanini (1941) erhielten beide gleich viele Stimmen.

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