Donna Summer

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1977 - Das Jahr von Punkrock und Disco

Vor 40 Jahren macht sich sowohl musikalisch als auch kommerziell eine Goldgräberstimmung in der Pop- und Rockszene bemerkbar. (Scheinbar) disparate Musikstile wie Discomusik und Punkrock mischen die Szene auf.

Mit "I feel love" von Donna Summer, produziert von dem aus Südtirol stammenden Giorgio Maroder, entsteht der erste vollelektronische Discotrack, bei dem nur mehr die Vocals nicht synthetisch generiert werden. Brian Eno, selber ein Pionier der elektronischen Musik, ist begeistert und infiziert wiederum den englischen Popstar David Bowie mit seinem Enthusiasmus über diese neuen Klänge, was auch Niederschlag findet in den epochalen Bowie-Alben "Low" und "Heroes", die beide 1977 veröffentlicht werden.

Damit nicht genug, produziert Bowie im selben Jahr auch die beiden Alben seines damaligen Busenfreundes Iggy Pop, "The Idiot" und "Lust for life".

Meilensteine

"Never mind the bollocks, here's the Sex Pistole", das einzige Studioalbum der britischen Punkband The Sex Pistols, veröffentlicht am 28. Oktober 1977, ist ein das Genre definierender Meilenstein, gleichauf mit dem Debütalbum von The Clash und der "Rocket to Russia"-LP des US-amerikanischen Quartetts Ramones.

Gleichzeitig ist auch der Mainstreampop so erfolgreich wie nur selten in der Musikgeschichte. Da gibt es zum einen die kalifornische Softrockszene, deren vordergründig einschmeichelnde Musik das chaotische Privatleben der Protagonisten dieses Genres konterkariert. Das gnadenlos erfolgreiche "Rumours"-Album von Fleetwood Mac wetteifert mit den Verkaufszahlen der Eagles, die im Februar ihren unzerstörbaren Klassiker "Hotel California" als Single veröffentlichen.

Zum anderen liefert auf der britischen Insel die ehrgeizige Band Queen mit ihrer Single "We are the Champions" die ultimative Stadionrock-Formel. Aufgrund der großen Nachfrage nach aktueller Musik werden bisweilen nur Plattenhüllen verschickt, das Vinyl, aufgrund von Engpässen in den Presswerken, wird nachgeliefert. Eine "Spielräume - Nachtausgabe" begibt sich auf musikalische Zeitreise in das Jahr 1977.

Studiogäste

Als Studiogäste begrüßt Klaus Wienerroither zwei prominente österreichische Zeitzeugen: Robert Wolf, Mitglied der legendären Punk-und New-Wave-Band Chuzpe sowie Gerry Edmond, den musikalischen Kopf der nicht minder legendären und enigmatischen Band Ganymed, die damals eine österreichische Version futuristischer Discomusik kreiert hat.

Service

Jamm the Rock - Homepage von Gerry Edmond
Chuzpe

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