Johanna Wallroth

FARAN HOLZER

Johanna Wallroth, Sopran

In ihrer schwedischen Heimat sang sie bereits im Opernkinderchor und absolvierte eine Ballettausbildung, vor drei Jahren kam Johanna Wallroth nach Wien, um hier an der Universität für Musik und darstellende Kunst ihr Gesangsstudium bei Margit Klaushofer fortzusetzen. Auf der Bühne sang die 1993 in Stockholm geborene Sopranistin bereits u.a. Susanna in Mozarts "Le Nozze di Figaro" und Pamina in der "Zauberflöte".

Was ist Kunst?

Ich glaube, dass Kunst etwas Neues in Personen hervorrufen und dadurch Menschen sensibler machen kann.

Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Ich bin in einer Familie mit großem Interesse an Musik, Kunst und Litteratur aufgewachsen und durch viel Chorsingen und Tanz bei der Kunst hängen geblieben. Mit drei Jahren habe ich angefangen in einer speziellen Tanzkompanie zu tanzen, die mit Originalchoreographien von Isadora Duncan auftrat.

Kommt Kunst von können, müssen oder wollen?

Ich finde, es sind alle drei sehr wichtig. Aber wenn das Müssen im Sinne des inneren Dranges steht sich auszudrücken, dann ist das Müssen vielleicht am stärksten. Außerdem darf man nicht die Empfänglichkeit und die Offenheit vergessen, sowie die Fähigkeit des Zuhörens und des Empfindens, die für mich eine große Rolle spielen.

Wo würden Sie am liebsten auftreten?

Es gibt so viele wunderbare Opernhäuser und Konzertsäle, wo ich natürlich sehr gerne einmal auftreten möchte. Ich will keinen bestimmten Platz nennen, aber ich würde mich sehr freuen, wenn ich international unterwegs sein könnte.

Mit wem würden Sie gerne zusammenarbeiten?

Mit abmbitionierten, intelligenten Leuten, von denen ich viel lernen kann.

Wie viel Markt verträgt die Kunst

Ich kann es noch nicht beantworten.

Und wie viel Kunst verträgt der Markt?

Viel.

Wofür würden Sie Ihr letztes Geld ausgeben?

Für meinen Freund und meine Familie.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Ich singe mehr und besser als jetzt, hoffentlich auf den verschiedensten Bühnen der Welt.

Haben Sie einen Plan B?

Nein.

Wann und wo sind Sie das letzte Mal unangenehm aufgefallen?

Das letzte Mal als ich unangenehm aufgefallen bin, war bei der zweiten Vorstellung von "Le Nozze di Figaro" im Schlosstheater Schönbrunn, wo ich im Duett mit Marcellina eine Phrase nicht gesungen habe und mit dem Finger im Mund fragend vor ihr stand. Für uns wirkte es wie eine Ewigkeit, aber in Wirklichkeit waren es nur drei Sekunden...

Wollen Sie die Welt verändern?

Ich alleine kann nicht Kriege verhindern und nicht die Umwelt retten, aber ich glaube, durch mein künstlerisches Wirken kann ich die innere und eigene Welt der Zuhörer beeinflussen.

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