Sophie Gruber

SOPHIE GRUBER

Publikumsvoting

Sophie Gruber

geboren 1998 in Schwarzach im Pongau, lebt und studiert in Innsbruck.

Arbeitsvorhaben

Während der Laufzeit des Stipendiums werde ich mich vermehrt der Organisation eigener Ausstellungen widmen. Es ist mir immer eine willkommene Herausforderung, meine Arbeiten zu zeigen, geeignete Spielarten dafür zu finden und verschiedene Werke in einen gemeinsamen Kontext zu bringen. Ich möchte meine digitalen Arbeiten weiterentwickeln - um v. a. Texturen noch gezielter gestalten zu können - und die spezielle Haptik, die mich daran so interessiert, noch weiter in tatsächliche Materialität umsetzen.

Mich ziehen die Schnittstellen zwischen malerischem, installativem und digitalem Arbeiten an.

Kommentar der Künstlerin

Ausgehend von meinem malerischen Blickwinkel nähere ich mich dem komplexen und indirekten Wesen der virtuellen Welt. Dabei reizt mich der Transfer des Organischen und Fließenden in den so betont klar umrissenen und berechneten digitalen Raum. Die von mir gewählten Motive sind meist menschlicher, fleischlicher Natur, und werden schließlich durch meine Arbeit zu bizarr geglätteten Konstrukten, deren Verwandtschaft zum Natürlichen eher irritiert, als versöhnt.

https://vimeo.com/580353396

Ausbildung

  • Seit 2021: FH Gesundheit Innsbruck: Akademischer Lehrgang Mental Health
  • 2020: Institut Supérieur des Beaux Arts de Besançon (Erasmus-Aufenthalt)
  • Seit 2017: Universität Mozarteum Salzburg/Standort Innsbruck, Studium Bildnerische Erziehung
  • 2012-2016: Pluskurs "Von der Zeichnung zur Malerei" (Bernhard Lochmann)
Eternally Even, 2021

Eternally Even, 2021 Heilsversprechen aus der Kosmetikindustrie und das Streben nach unbegrenzter Konservierung des Fleisches haben mich dazu veranlasst, meinen eigenen Kopf als 3D-Modell in diese unwirklich heile Welt der ewigen Glätte zu setzen.
Das künstlich geschaffene Gesicht umhüllt ein bewahrender Schleier, während die Abwesenheit des Alterns in der virtuellen Welt zur Absurdität des Settings beiträgt.

GRUBER

2021

  • Modellausstellung Alice - Gulliver, Mozarteum, Salzburg
  • BA-Ausstellung METAMORPHOSE, Viaduktbogen Innsbruck
  • Studierendenausstellung Alice - Gulliver. Echt jetzt!, Universität Mozarteum Salzburg
Hydroponic Skin, 2021

Hydroponic Skin, 2021 Der Transfer von Organischem in den virtuellen Raum interessiert mich besonders in Bezug auf Formen, Oberflächen und Funktionen des menschlichen Körpers. Seit längerer Zeit arbeite ich daran, Fleisch und Haut in 3D-Programmen
nachzubilden. Die daraus hervorgehenden Übersetzungsfehler vom Natürlichen ins Künstliche sind mir willkommen. Die entstehenden Texturen erstaunen mich, denn ich strebe nicht danach, Haut echt aussehen zu lassen, sondern suche die Grenze des Wiedererkennbaren.

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2020

  • Screening der Klasse Neue Medien, Bäckerei Kulturbackstube Innsbruck

2018

  • Studierendenausstellung Bilder: Klänge, Universität Mozarteum Salzburg/Innsbruck
Nounou, 2021

Nounou, 2021 Ein undefinierbares Wesen schwimmt in einem Glastank, gefüllt mit milchiger Flüssigkeit. Dieser Installation liegt die transhumanistische Idee des Hervorbringens und Nährens von Ungeborenen außerhalb des Körpers zugrunde.
Ausgehend von meinem Staunen über die Forschung an der Ektogenese konzipiere ich Apparate ("Mother Machines"), in denen Wesen in Nährflüssigkeiten schwimmen. Durch die Übersetzung von Mutterschaft in das rein funktionale
Bergen und Nähren in einer leblosen Maschine wird die Abwesenheit des Menschlichen und Mütterlichen greifbar.

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