Anna Hostek

LEA SOPHIA MAIR

Publikumsvoting

Anna Hostek

geboren 1995 in Wien, lebt und arbeitet in Wien

Arbeitsvorhaben

Während der Laufzeit des Stipendiums soll ein Teil des Geldes für eine selbstständige Infrastruktur verwendet werden. Technisches Equipment sollen mir zu einer wachsenden Flexibilität verhelfen. Der Großteil der Summe wird in die Produktion großformatiger, textiler Objekte und in Materialien für die Erweiterung meines Puppen-Ensembles gesteckt. Mit diesen neuen Arbeiten sollen weitere Inszenierungen ermöglicht werden.

Kommentar der Künstlerin

Anna Hosteks räumliche Ensembles aus Puppen, Requisiten und Bühnenelementen sind Austragungsort für eine sich immer wieder neu zusammensetzende Verhandlung von Sexualität, Coming of Age, Einsamkeit und neoliberaler Selbstdarstellung. Schnittkonstruktionen von gesammelten Textilien werden zerlegt und transportieren als Kostümbild ihre Rollen ohne Körper. Maschinell verarbeitete Nähte werden durch die händische Bearbeitung, durch lose Fäden und fransenden Kanten, zur Zeichnung.

Ausbildung

  • 2017-2020: Universität für angewandte Kunst Wien, Studium TransArts
  • seit 2017: Universität für angewandte Kunst Wien, Studium Skulptur und Raum (Hans Schabus)
  • 2014-2017: Universität für angewandte Kunst Wien, Bachelorstudium TransArts
  • 2015-2017: Akademie der bildenden Künste Wien, Studium Fotografie (Martin Guttmann)
Meli & Tree 01

Meli & Tree 01, 2019 Und aus dem Séparée trommeln Schritte der Miniabsätze und das Brechen der Glasstiele, der Weintrinker und die Weintrinkerinnen treten immer wieder amüsierte Schreie los (…) jetzt schauen sie alle vom Gastraum durch die Glasscheiben, kurz bleiben die Blicke am Marienkäfer-Aufkleber hängen, wo just in diesem Moment zwei Motten picken bleiben (…) Und jetzt bohrt sie ihren Schuh, bis der Knöchel vom Rindenmulch verschlungen ist, in den Boden vom schleißig wintertauglich gemachten Spielplatz.

Ludwig Kittinger

2021

  • All Corners made to be leaved, Kunsthaus Rhenania, Köln
  • Hypercloth, Fonda, Leipzig

2020

  • Platin B., E++, Wien
  • Cruel Summer Camp, EXILE Gallery, Wien
  • The Shop, Galerie Georg Kargl | PERMANENT, Wien
  • Coco&Company, foundation, Wien

2019

  • Saltbox Catslide Roof, Ve.sch-Kunstverein, NÖ
  • offshore framing, Take Festival, Wien
  • If Lines Ran Parallel, Skulpturinstitut, Wien
Coco's Window, 2019

Coco's Window, 2019 "Coco, bitte heb jetzt ab (…) dass der Korken eben genau in dein Aug’ – und dann einen Tag vorm Ball. Aber du - das Blau um also unterm Smokey Eye wird man ja gar nicht sehen vor lauter hupfenden Discopunkterln auf dem Kleid, das (…) seit immer bei euch in der Kellerparzelle gehangen ist und jetzt bei dir im Fenster lüftet (…) wenn’s morgen noch regnet, magst’ dir a Taxi teilen, sonst warten tropfende Pumps in der Busstation. Beleuchtung und klimpernde Finger drücken Rüschen in ungeplante Falten …"

@graukarte.info

2018

  • dolls and props/bierwaage 1140/AEON, Wien

2017

  • Cafe am Heumarkt, Wien
Prop 02, 2018

Prop 02, 2018 Drei Stufen geht die Coco hoch und weiter dann zu der Tafel auf der (…) Weinreben gestapelt aufeinanderdrücken und über den Tisch safteln. Friedlich verdrehte Arme und Gesichter mit zuen, geschminkten Augen liegen auf den
Spitzendeckchen am Tisch auf und außer den fix montierten Eckbänken auf denen Präsente, Taschen und eingewickelte Blumensträuße gedrängt kurz vorm Absturz liegen, ist alles aus den Ecken und von den Wänden gerissen und im Zentrum vom Raum versammelt. Intim ist das.

copyright and courtesy of the artists and EXILE, Berlin

2016

  • Whoja Vu Folx!, New Jörg, Wien
  • MUD, Alte Post, Wien

2015

  • EXPO 2005/Istanbul Modern, Istanbul

Theater

  • seit 2020: Produktionsleitung der Kostümabteilung, Bregenzer Festspiele
  • 2020: Kostümbild: Das kleine Gespenst, Landestheater NÖ
  • seit 2019: Assistentin der Künstlerin Sarah Ortmeyer
  • 2019 Kostümassistenz, Bregenzer Festspiele, für Julia Hansen, Don Quijote

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