Robert Bily

SONA PIKRTOVA

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Robert Bily, Klavier

Mein Name ist Robert Bily. Ich bin 25 Jahre alt und studiere Klavier an Universität Mozarteum in Salzburg. Ich würde mich selbst als einen relativ unkomplizierten, "normalen" Typen bezeichnen.

Was ist Kunst?

Ich denke die Definition von Kunst kann sehr subjektiv sein. Ich sehe es als etwas Kreatives. Jede kreative Tätigkeit, die zu einem gewissen Endprodukt führt - bei mir wäre dies zum Beispiel ein Konzertauftritt - kann als "Kunst" bezeichnet werden.

Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

Durch meinen Vater, der selbst Opernsänger, also Künstler ist. Durch das tägliche Hören seiner Musik habe ich mich dazu inspirieren lassen, den selben Weg, wenn auch mit dem Klavier statt dem Gesang, einzuschlagen. Er brachte mir anschließend das Klavierspielen bei und brachte mich zu meinem ersten Klavierlehrer. Ich bin ihm dafür sehr dankbar.

Kommt Kunst von können, müssen oder wollen?

Ich glaube es war Mahler, der mal sagte, Kunst käme vom müssen, und nicht vom wollen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich damit einverstanden bin - ohne "Können" wird es schwierig, und "Wollen" wäre zumindest von Vorteil. Ich denke es ist eine Kombination von allen dreien.

Wo würden Sie am liebsten auftreten?

Es gibt unzählige wunderschöne Orte und Säle, an denen ich noch nicht gespielt habe. Einen einzigen bestimmten Ort auszusuchen ist schwierig. Ich habe vor ein paar Wochen im großen Saal vom Wiener Konzerthaus gespielt, das war eine tolle Erfahrung. Als nächstes würde ich dann gerne noch im Wiener Musikverein auftreten.

Mit wem würden Sie gerne zusammenarbeiten?

Ich habe schon mit vielen grandiosen Persönlichkeiten zusammengearbeitet, aber natürlich wäre es ein Traum, irgendwann einen Kurs oder sowas in der Art mit András Schiff, Murray Perahia oder Alfred Brendel zu machen. Das sind musikalische Legenden, zu denen ich aufblicke. Ich glaube von solchen Leuten kann man unendlich viel lernen.

Wie viel Markt verträgt die Kunst?

Ich denke, vor allem in der Post-Corona Zeit ist ein ausbalanciertes Verhältnis von Beidem wichtig.

Und wie viel Kunst verträgt der Markt?

So viel wie möglich, ich sehe da kein Limit.

Wofür würden Sie Ihr letztes Geld ausgeben?

Mein letztes Geld würde ich auf jeden Fall für einen liebenden Menschen ausgeben. Um zu helfen, oder auch einfach nur so. Ich bin kein besonders materialistischer Mensch.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Als Familienvater in einem schönen Haus an einem schönen Ort. Schön wäre es, wenn ich bis dahin eine Karriere aufgebaut hätte, die es mir erlaubt viel zu reisen und neue Orte kennenzulernen.

Haben Sie einen Plan B?

Nicht wirklich. Aber ich habe neben der Musik viele Hobbys und Interessen, hauptsächlich im sportlichen Bereich. Vermutlich würde ich dieser Richtung versuchen etwas anderes finden.

Wann und wo sind Sie das letzte Mal unangenehm aufgefallen?

Das muss in der Schule gewesen sein. Ich war ein furchtbarer Schüler und bei den Lehrern sehr unbeliebt.

Wollen Sie die Welt verändern?

Ich glaube dazu fehlen mir die Mittel. Ich kann nur meine eigene Welt verändern.

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