ORF/JOSEPH SCHIMMER
2023
Das Kulturjahr im Rückblick
Die Redaktion des Ö1 Kulturjournals lässt die Höhepunkte des Kulturjahres noch einmal Revue passieren.
27. Jänner 2024, 12:00
Theater
Vieles hat in dem zu Ende gehenden Jahr die heimische Theaterwelt bewegt. Es gab zwei Einladungen zum Berliner Theatertreffen für das Wiener Burgtheater, den Nestroy an Michael Maertens als bester Schauspieler und die Absage an eine weitere Saison mit ihm als Jedermann. Maria Happel ist als Leiterin des Max Reinhart Seminars zurückgetreten. Und Milo Rau wurde zum neuen Intendanten der Wiener Festwochen ernannt. Weitere Ereignisse waren die Causa Teichtmeister, die vieles in diesem Jahr überschattet hat, und der Abschied von Peter Simonischek, der von so vielen geliebt wurde. Katharina Menhofer und Julia Sahlender blicken auf das Theaterjahr 2023 zurück.
APA/HELMUT FOHRINGER
Kulturpolitik
Das Jahr 2023 war ein turbulentes für die heimische Kulturpolitik. Zu den allgemeinen Herausforderungen wie Teuerungen, Inflation und Energiekrise, gab es Maßnahmen zur Zurückeroberung des Publikums, den Kampf um ein steigendes Kulturbudget, aber auch Aufregungen wie den Fall Teichtmeister, die Causa Maria Happel oder die Jedermann-Rochade. Es gab Rücktritte und personelle Änderungen, geglückte Wiedereröffnungen und Erfolge bei den deutschen Buchmessen. Katharina Menhofer blickt zurück.
Musiktheater & Tanz
Was hat sich 2023 auf Österreichs Opernbühnen getan, welche Höhepunkte gab es im Tanztheater? Von angekündigten Operntriumphen wie Verdis "Macbeth" bei den Salzburger Festspielen bis zum - ebendort - ausgebuhten "Figaro" unter der Regie von Martin Kusej; von einer traumatisierten "Turandot" bis zum Arnold Schoenberg Chor im Fetisch-Outfit: Die "Kulturjournal"-Redaktion lässt das Musik- und Tanztheaterjahr 2023, seine Höhepunkte und Flops Revue passieren, blickt zurück auf künstlerische Glanzleistungen und enttäuschte Publikumserwartungen, berichtet über Neuanfänge und personelle Rochaden im abgelaufenen Opernjahr.
"Macbeth" bei den Salzburger Festspielen. Mit Asmik Grigorian (Lady Macbeth), Vladislav Sulimsky (Macbeth) u.a. Musikalische Leitung: Philippe Jordan, Regie: Krzysztof Warlikowski
SALZBURGER FESTSPIELE/BERND UHLIG
Literatur
Der Deutsche Buchpreis an Tonio Schachinger für einen Coming-of-age-Roman, der halb im digitalen Raum spielt, Clemens Setz, der mit seinem ersten historischen Roman über einen frühen Verschwörungstheoretiker den Österreichischen Buchpreis gewinnt, dazu Krimis, die sich dem Thema Rassismus widmen und die Mutter als eine der zentralen literarischen Figuren in diesem Jahr. Darüber diskutieren Julia Zarbach, Producerin der Radiogeschichten und Moderatorin bei "Ex libris", und der "Falter"-Literaturkritiker und -Kolumnist Klaus Nüchtern mit Wolfgang Popp.
Verhüllte Kunstwerk von Taring Padi auf der documenta.
APA/DPA/UWE ZUCCHI
Kunst
Welche Ausstellungen haben 2023 begeistert? Welche Debatten und Skandale haben das vergangene Kunstjahr bewegt? Gibt es schon Trends, die ablesbar sind und welche Entwicklungen zeigen sich am Kunstmarkt? Darüber diskutiert Sabine Oppolzer mit Nicole Scheyrer, Kunstkritikerin bei der "FAZ", bei "Falter" und ORF.at und Günther Oberhollenzer, dem neuen Leiter des Wiener Künstlerhauses. Themenschwerpunkte sind weiters die Misere mit der documenta, die Cancel Culture in der Kunstwelt oder ob wichtige Themen wie die Postkolonialismus- und Gender-Debatte schon dabei sind, zu so etwas wie einer "kritischen Mode" zu verkommen.
Pop & Musikmarkt
Ein Repräsentant der Vielfalt heimischer Bands ist Wolfgang Möstl: Als Musiker arbeitet er für Mile Me Deaf oder Clara Luzia, sein Soloprojekt heißt Wolf Lehmann, als Produzent ist er für Nino aus Wien oder Voodoo Jürgens tätig. Julia Baschiera blickt gemeinsam mit Möstl auf das österreichische Popjahr 2023. Über die aktuellen Dynamiken am Musikmarkt, Spotify oder Apple Music, Veränderungen durch Künstliche Intelligenz und eine Neuausrichtung der global expandierenden Plattform TikTok spricht David Baldinger mit Murray Stassen vom britischen Branchenblatt Musiz Biz Worldwide.
Margot Robbie als Barbie
WARNER BROS.
Film
Tops und Flops des abgelaufenen Kinojahres in der Traumfabrik Hollywood - von „Indiana Jones“ bis zu „Barbie“: Neben groben Enttäuschungen an der Kinokasse gab es auch künstlerische und kommerzielle Überraschungen in diesem durchwachsenen und von Streiks geprägten Kinojahr der US-Filmbranche. Außerdem waren politische Krisenherde und soziale Brennpunkte der Gegenwart Gegenstand vieler Filme auf den renommierten internationalen Filmfestivals in Berlin, Cannes, Venedig und Locarno.
