LORENA MANTL
Ö1 Talentebörse
Lorena Mantl, Kunst und Gestaltung
Lorena Mantl studiert Bildnerische Erziehung am Innsbrucker Standort des Mozarteum Salzburg und versteht sich selbst als Tagträumerin und Gedankenforscherin. Die Foto- und Videokünstlerin verhandelt in ihrer Kunst die Spannung zwischen innerer und äußerer Realität und widmet sich Themen wie Selbstzweifel, psychischer Erschöpfung oder dem Wunsch nach Akzeptanz.
31. Juli 2026, 12:21
Arbeitsvorhaben
Ich möchte mich auf eine großräumige, immersive Rauminstallation mit Audio (Januar 2027) fokussieren, die die Verschmelzung meiner Fantasie- und Gedankenwelt mit der Realität/Außenwelt thematisieren wird. Persönliche Elemente meines Schlafzimmers werden in einen Ausstellungs-Kontext gesetzt und der Öffentlichkeit präsentiert. Da es sich um eine detailreiche, lebhafte Gesamtkomposition handeln wird, wird ein hoher Anteil an Ressourcen erforderlich sein, um dieses Projekt umzusetzen.
Online-Voting
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Kommentar der Künstlerin
Als Video-, Fotokünstlerin und Sounddesignerin übersetze ich Tagträume, Unsicherheiten, innere Monologe und Fantasiewelten in audiovisuelle Werke. Meine Arbeiten sind ehrlich, frontal und Spiegel meiner Selbstwahrnehmung. Film endet für mich nicht beim Bild – der Entstehungsprozess ist zentral, um meinem innersten Ich zu begegnen. Aus dieser Intimität heraus entstehen resonanzgenerierende Werke, sodass sich Zuschauende gesehen und mit einbezogen fühlen und ein reflektierender Diskurs entsteht.
Unverblümt - Tagebuch einer Tagträumerin, 2025
Farbe, Ton, 45 min. 08 sec.
Ein autodiegetischer Film, erstmals im Leokino Innsbruck gezeigt: Er bündelt intime Gedanken und Momente in fragmentarischen Tagebucheinträgen. Rohe, oft spontane Szenen treffen auf ein narratives Off-Voice, in dem die Künstlerin, Protagonistin und Erzählerin zugleich, eigene Texte liest. Bild und Ton greifen gleichwertig ineinander, u.a. durch ein selbst komponiertes Lied. Der Film behandelt Tagträume, Einsamkeit und den Wunsch nach Akzeptanz und öffnet Raum für Reflexion und Tabuthemen.
>> Teaser
LORENA MANTL
It's just a sketchbook, 2024
Farbe, Ton, 4 min. 46 sec.
In dieser Arbeit wirft sich die Künstlerin in eine unangenehme Verhörsituation, in der sie selbst zu ihrem introvertierten und träumerischen Charakter und Verhalten verhört und verurteilt wird. Schuld daran scheint allein ihr Skizzenbuch zu sein, das schnell in den Fokus des Verhörs fällt und nicht nur Zeichnungen und Entwürfe enthält, sondern eine ganze Welt, die Strich für Strich erweitert wurde und alle möglichen Kreaturen enthält.
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LORENA MANTL
Ungesagtes, Unerzähltes, 2024
Audio mit Performance, Volkskunstmuseum Innsbruck, 5 min. 4 sec.
Fast drei Jahre ist es her, dass Maria-Luise, Lorenas Großmutter, unerwartet verstorben ist. Zum dritten Todestag widmet ihr die Künstlerin diese Arbeit und beschließt, einen letzten Brief mit allen Dingen zu schreiben, die während ihrer Lebzeit unausgesprochen blieben. Die Arbeit besteht aus einem Audio und einer einhergehenden Performance in den Stuben des Volkskunstmuseums Innsbruck im Rahmen der Premierentage, abgehalten im Rahmen der Veranstaltung CERLCE.
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PRIVAT
Ausbildung
- seit 2026 MA Lehramt Deutsch & Kunst und Gestaltung, Leopold Franzens Universität Innsbruck / Universität Mozarteum Salzburg / Bildnerische Innsbruck
- 2021 - 2026 BA Lehramt Deutsch & Kunst und Gestaltung, Leopold Franzens Universität Innsbruck / Universität Mozarteum Salzburg / Bildnerische Innsbruck
- 2016 - 2021 HTL Bau und Design Innsbruck
Projekte und Ausstellungen (Auswahl)
- 2025 Rêverie: Von der Poesie des Unsichtbaren, öffentliches Screening, Cinematograph Leokino, Innsbruck
- 2024 CERCLE, Performance, Volkskunstmuseum Innsbruck, Premierentage Innsbruck
- 2024 Screening, kuratiertes Filmprogramm, Cinematograph Leokino, Innsbruck
- 2023 Echo, Audioprojekt, Kunstraum Schwaz
- 2023 Echo und Frank, Semesterausstellung der Bildnerischen Innsbruck
- 2023 E-Motion, erbario.gallery, Schwaz
- 2022 Walk in Process, Gruppenausstellung der Bildnerischen Innsbruck
