Dimensionen - Magazin

1. Ethische Dilemmata in der Frühgeborenenmedizin
2. Was Menschen glücklich macht
3. Tauziehen im All: Verlässt Merkur unser Sonnensystem?
4. Das österreichische Exil in Schweden

Redaktion und Moderation: Franz Tomandl

Durch die Möglichkeiten der modernen Medizin ist es heute vielfach möglich, Menschen am Leben zu erhalten, die noch von 20, 30 Jahren keine Überlebenschance gehabt hätten. Das trifft auch und in ganz besonderer Weise auf Frühgeborene zu. Babys, die mit einem Gewicht von 750 bis 1000 Gramm zur Welt kommen, haben heute schon eine Überlebenschance von 80 Prozent. Jedoch haben 40 Prozent dieser Überlebenden Langzeitprobleme: kognitive Probleme, Seh- und Hörschwächen und chronische Lungenkrankheiten sind nur einige der Beeinträchtigungen, mit denen sie leben müssen. Und mit denen sie in vielen Fällen auch sehr gut leben können. Wie schwerwiegend die Einschränkungen von Frühgeborenen langfristig sein werden, oder ob es überhaupt Einschränkungen geben wird, das ist meist sehr schwierig vorherzusagen. Entsprechend heikel ist die Frage, ob man ein frühgeborenes Kind unbedingt am Leben erhalten soll oder nicht. Diese Entscheidung ist in jedem Einzelfall eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Am Universitätsspital Zürich wird daher schon seit 16 Jahren eine Methode zur Entscheidungsfindung angewendet, die sich gut bewährt hat. Die Leiterin des Ruth Baumann-Hölzle, hat dieses Modell vor kurzem in Innsbruck vorgestellt, auf Einladung des Arbeitskreises Wissenschaft und Verantwortlichkeit. Mit Ruth Baumann-Hölzle, Institut "Dialog Ethik" in Zürich. Autorin: Sonja Prieth.

Was Menschen glücklich macht, bringen Studien bisher vor allem mit objektiven Kriterien wie dem Bruttoinlandsprodukt und dem Wohlstand in Zusammenhang. In einer Studie der Universität Passau wurde ein völlig anderern Ansatz gewählt. In einer länderübergreifenden Studie wurde den subjektiven Theorien von Glück nachgegangen. Man wollte wissen, was für eine Vorstellung von Glück in den Köpfen der Leute ist und wie das mit der Kultur, in der sie leben, zusammenhängt. Mit Petia Genkova, Psychologin, Universität Passau. Autorin: Maria Mayer

Seit Pluto seinen Planetenstatus verloren hat und lediglich als Kleinplanet firmiert, besteht unser Sonnensystem nur noch aus acht Planeten. Doch auch diese Zahl muss nicht für alle Ewigkeit gelten, denn amerikanische und französische Astronomen haben berechnet, dass die Umlaufbahn Merkurs derart instabil ist, dass er eines Tages ausbrechen und unser Sonnensystem verlassen könnte. Mit Konstantin Batygin, Lick Observatorium, Santa Cruz; Gregory Laughlin, Astronom, University of California. Autor: Guido Meyer.

Die Kern-Physikerin Lise Meitner und der Sozialdemokrat Bruno Kreisky sind die zwei wohl prominentesten Beispiele für Österreicher, die vor den Nationalsozialisten ins Exil nach Schweden flüchteten. Insgesamt kamen nach 1938 zwischen 700 und 900 Menschen aus Österreich vorübergehend oder auf Dauer dort unter. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Flüchtlinge, deren politische Aktivitäten, wie auch Einzelbiographien, waren Ende vergangener Woche Thema eines internationalen Symposiums der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung.. Mit Helmut Müssener, Universität Uppsala. Autorin: Tanja Malle.

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