Vom Leben der Natur

Urtümliche Echsen. Der Biologe Wolfgang Böhme über die Warane.
Teil 3: Forschung im Fernsehsessel.
Gestaltung: Anja Petersen

Mit ihrem Schuppenkleid und ihrer langen, gespaltenen Zunge wirken Warane wie urtümliche Drachen. Am bekanntesten sind die Komodo-Warane: Die bis zu drei Meter langen und 100 Kilogramm schweren Tiere gelten als die größten Echsen der Welt. Ihre Leibspeise sind Hirsche, aber selbst vor größerer Beute wie Wasserbüffel schrecken sie zuweilen nicht zurück.

Tödliche Angriffe auf Menschen gab es bislang nur selten. Zu den prominentesten Opfern gehört der Schweizer Baron Rudolf von Reding Biberegg, der sich in den 1970er Jahren von einer Touristengruppe absonderte und verschwand. Die einzigen Überreste, die gefunden wurden, waren seine Kamera und Schuhe.

In den vergangenen Monaten sorgten Warane wieder für Schlagzeilen: So beschrieben Wissenschaftler einige bislang unbekannte Arten auf den Philippinen, darunter auch eine, die sich offenbar rein vegetarisch ernährt. Diese Funde zeigen, dass selbst bei großen Wirbeltieren noch so manche Überraschungen auf ihre Entdeckung warten.

Service

Interrviewpartner
Prof. Wolfgang Böhme
Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig
Adenauerallee 160
D-53113 Bonn
Bundesrepublik Deutschland
Forschungsmuseum Alexander Koenig


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