Europa-Journal

Griechenland: Habemus Papademos (Alkyone Karamanolis)
Russland: der inszenierte Wahlkampf (Markus Müller)
Serbien: Die Kosovo-Falle ( Christian Wehrschütz)
Norwegen: Die schwierige Verteidigung des Anders Breivik (Agnes Bührig)

Griechenland: Habemus Papademos
Griechenland hat einen neuen Staatschef. Der griechische Übergangspremier Lucas Papademos war Architekt des Euro-Beitritts. Nun soll er sein Land retten und in der Euro-Zone halten - doch auch er muss eisern sparen. Was wird sich nun ändern, für die Griechen selbst und für Europa? Dazu ein Interview mit Alkyone Karamanolis.


Russland: der inszenierte Wahlkampf
Am 4. Dezember finden in Rußland Parlamentswahlen statt, und zwei Dinge sind jetzt schon klar. Erstens: Die Regierungspartei "Einiges Russland" wird die Wahlen gewinnen, und zweitens: Der Ausgang der Wahlen wird keinen Einfluß auf die Politik des Landes haben. Denn seit Wladimir Putin angekündigt hat, nächstes Jahr wieder Präsident werden zu wollen, zweifelt niemand daran, daß weiter alle politischen Fäden des Landes in seinen Händen zusammen laufen. Der Wahlkampf wird damit zur Farce und Inszenierung, berichtet aus Moskau Markus Müller

Serbien: Die Kosovo-Falle
Zwar wird eine formelle Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo durch die EU nicht gefordert, eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Serbien und dem Kosovo aber sehr wohl. Insbesondere Deutschland fordert auch, dass Serbien die Integrität des serbischen Nordteils in den Staat Kosovo nicht weiter erschwert. Als erster Versuch dieser Integration ist die Stationierung kosovo-albanischer Grenzpolizisten und Zöllner an den zwei Grenzübergängen im Norden zu werten - doch diese Stationierung trieb die Kosovo-Serben buchstäblich auf die Barrikaden, die diese Grenzübergänge noch immer blockieren. Gefährdet wird damit auch der Status eines EU-Beitrittskandidaten, den Serbien Anfang Dezember beim EU-Gipfel zu erhalten hofft. Welche Rolle spielt der Kosovo-Mythos heute noch, wo liegen seine Ursprünge? Und welches sind die Probleme, die Serbien noch zu bewältigen hat? Ein Bericht von Christian Wehrschütz.

Norwegen: Die schwierige Verteidigung des Anders Breivik
Am 14. November wird Anders Behring Breivik erneut dem Haftrichter vorgeführt. Unterdessen reißt die Kritik nicht ab, sowohl, was das Agieren der Einsatzkräfte nach den Anschlägen angeht, als auch die präventiven Maßnahmen des Geheimdienstes. In diese Kerbe will auch die Verteidigung des Attentäters schlagen, die zum einen darauf abhebt, dass der Geheimdienst die Zeichen für einen möglichen Anschlag nicht ausreichend verfolgt hat - Behring Breivik stand unter anderem auf einer Liste der Behörde. Zum anderen will sie die Radikalisierung des Attentäters zum Thema machen. Seinem Klienten sei es nicht möglich gewesen, mit demokratischen Mitteln für seine Sache zu arbeiten, so sein Anwalt Geir Lippestad. Ein Bericht von Agnes Bührig.

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