Leporello

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Erni Mangold zu Gast im RadioKulturhaus: "Aus dem Archiv"

"Ich wollte einfach eine Frau sein, die das Leben von verschiedenen Seiten anpackt und wie eine Kerze an zwei Enden brennt. Ich bin nicht kaputtgegangen, das war ein Glück."

Ein Glück für Erni Mangold - und ein Glück für ihr Publikum. Seit nahezu siebzig Jahren brennt die 1927 in Niederösterreich geborene Schauspielerin mit Leib und Seele: in ihrem Leben und in ihrer Kunst. Die ersten Meriten erlangte Mangold 1955 mit ihrer Rolle der Geliebten in O.W. Fischers Film "Hanussen"; unvergessen ist sie als keppelnde Bißgurn aus der legendären Fernsehserie "Kottan ermittelt" - und erst im vergangenen März erhielt Mangold für ihr Engagement als Alzheimer-Patientin in Houchang Allahyaris Film "Der letzte Tanz" den Schauspielpreis der Diagonale

Heute Abend wird Erni Mangold für ihre Arbeiten im ORF-Fernsehen gewürdigt: im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Aus dem Archiv" ist sie im Wiener RadioKulturhaus zu Gast bei Gerhard Tötschinger. Dabei werden rare Schätze des Rundfunks gehoben, so etwa Franz Liszts Lied von der "Denkmalschänderin", das Mangold in einer Sendung mit Heinz Conrads aus dem Jahr 1971 sang

Neben den weiteren Gästen Erich Schleyer und Michael Schottenberg wird auch Doris Priesching im Radiokulturhaus antreten, um Erni Mangold die Ehre zu erweisen: die TV-Journalistin hat vor einiger Zeit die Lebens-Erinnerungen der Schauspielerin aufgezeichnet. "Lassen Sie mich in Ruhe" heißt der Titel, der auf den herben Charme der großen Dame anspielt - den Erni Mangold übrigens aus Überzeugung pflegt, wie sie Leporello bei Erscheinen des Buches offenbarte.-
Gestaltung: Christa Eder

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