Journal-Panorama

ORF-Schwerpunkt 1914-2014:
Das vergessene Lager von Gmünd
Gestaltung: Ilse Huber

In Gmünd im niederösterreichischen Waldviertel befand sich im Ersten Weltkrieg eines der größten Flüchtlingslager der Monarchie. Vertriebene vorwiegend aus dem Osten des Habsburgerreiches waren dort einquartiert, insgesamt 200.000 im Lauf des Krieges. Die Infrastruktur des Lagers war gut - mit eigener Elektrizität, Feuerwehr, Schulen und Krankenhaus. Dennoch starben rund 30.000 Menschen aus der Ukraine und etwa 5.000 kroatische Flüchtlinge an Krankheiten und Unterernährung.

Auf dem Gelände des Flüchtlingslagers ist später der Ortsteil Neustadt entstanden. Heuer gedenkt man in der Stadt an der tschechischen Grenze der Menschen, die damals in Niederösterreich Zuflucht suchen mussten.

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