Digital.Leben

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Verdrossen, aber politisch
Social Media-Engagement ist kein Lippenbekenntnis

In Europa gehen immer weniger Menschen zu Wahlen oder werden Mitglied einer politischen Partei. Gerade junge Leute müssen sich oft den Vorwurf gefallen lassen, dass ihr politisches Engagement nur dafür reicht, um in sozialen Medien ein "Gefällt mir" für eine gute Sache abzugeben. Doch die Politikverdrossenheit unter jungen Menschen sei vielmehr eine Wahl- und Parteienverdrossenheit, sagen zwei Medienforscher von der österreichischen Akademie der Wissenschaften. Ihre Studie in 15 EU-Ländern hat gezeigt: Wer intensiv soziale Medien nutzt, ist eher bereit, sich für gesellschaftliche Anliegen einzusetzen - und das auch offline, zum Beispiel durch Überzeugungsarbeit im Bekanntenkreis. Damit geht aber auch ein massiver Verlust an Vertrauen in die althergebrachten politischen Institutionen einher. Raffael Fritz berichtet.

Moderation und Redaktion: Franz Zeller

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Institute for Comparative Media and Communication Studies

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