Alexander Kluge

Markus Kirchgessner, Frankfurt

"Der Film entsteht zwischen den Bildern."

Alexander Kluge zu Gast bei Christine Scheucher

Seine theoretischen Konzeptionen waren prägend für den Neuen Deutschen Film der 1960er und 70er Jahre, seine frühen Filmen sind eine klare Kampfansage gegen die überzuckerten Heimatidyllen des deutschen Nachkriegskinos. 1932 wurde Alexander Kluge in Halberstadt geboren. Als dreizehnjähriger erlebt er, wie seine Heimatstadt von allierten Bombereinheiten dem Erdboden gleich gemacht wird. Er studiert Jura und wird als juristischer Berater des Frankfurter Instituts für Sozialforschung ein Freund Theodor W. Adornos. Als Regisseur, Autor und Fernsehmacher gehört Kluge seit Jahrzehnten zu den prägenden Figuren der europäischen Film- und Literaturlandschaft. Vielen gilt er als letzter Universalgelehrter Deutschlands. In den vergangenen Jahren ist Alexander Kluge in der Kunstwelt angekommen: Nach dem Museum Folkwang in Essen widmet ihm nun das Belvedere 21 die Schau "Pluriversum. Die poetische Kraft der Theorie".

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