Mittagsjournal

Ö1 Mittagsjournal

Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger ist am Samstag, 11.08.2018, "Im Journal zu Gast", ab 12.00 Uhr auf Österreich 1.
Im Gespräch mit Volker Obermayr geht es vor allem um die Folgen der Trockenheit für Landwirte, Hersteller und Konsumenten sowie für Umwelt und Politik.

Beiträge

  • "Erdogan muss Kooperationsbereitschaft signalisieren"

    Spätestens seit gestern werden die Spekulationen darüber lauter, die Türkei könnte zahlungsunfähig werden. Allein nach der Verhängung von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium aus der Türkei, hat die türkische Währung Lira gegenüber Euro und US-Dollar rund zehn Prozent verloren, rund 35 Prozent sind es seit Jahresbeginn. Der türkische Präsident Erdogan spricht von einem Wirtschaftskrieg des Westens, den er mit Allahs Unterstützung gewinnen will. Der Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung der Raiffeisen Bank International, Gunter Deuber, gibt im Journal-Interview seine Einschätzung zur wirtschaftlichen Situation in der Türkei ab.

  • Eine Million Uiguren in China interniert

    Die Vereinten Nationen schlagen Alarm: ihren Schätzungen zufolge werden in China mehr als eine Millionen Uiguren in Umerziehungslagern festgehalten. Zu diesem Ergebnis kommt das UN-Komitee zur Bekämpfung der Rassendiskriminierung in Genf. Der Druck auf die muslimischen Uiguren wird schon seit Längerem ständig erhöht. Peking will damit muslimischen Extremismus bereits im Keim ersticken.

  • Nicht alle Unternehmen setzen auf 12-Stunden-Tag

    Das neue Arbeitszeitgesetz soll es, geltend bereits ab 1. September, Unternehmen einfacher machen als bisher, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über einen begrenzten Zeitraum künftig 12 Stunden am Tag, 60 Stunden die Woche arbeiten zu lassen. Die Regierungsparteien ÖVP und FPÖ wollen damit die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Betriebe stärken. Die Freude darüber bei Vertretern der Wirtschaft ist groß. Aber nicht alle Unternehmen springen jetzt auf diesen Zug auf.

  • Im Journal zu Gast: LWK-Präsident Moosbrugger

    Europa hat in den vergangenen Wochen den heißesten Sommer seit 15 Jahren erlebt. In der Land- und Forstwirtschaft hat die langanhaltende Trockenheit tiefe Spuren hinterlassen. Nach Angaben der Hagelversicherung haben allein die Folgen der großen Hitze in Österreich bisher einen Schaden von annährend 210 Millionen Euro verursacht, besonders im Westen und Norden. Hinzu kommen heuer noch Dutzende Millionen aufgrund von Hagel sowie Überschwemmungen im Süden und Osten. Die Landwirte kämpfen mit massiven Ernteausfällen, für das Vieh muss teuer Futter zugekauft werden und in den Wäldern reduziert der Borkenkäfer Quantität und Qualität des Baumbestands. Es sind also intensive Anfangszeiten für Josef Moosbrugger, den neuen Präsidenten der Landwirtschaftskammer Österreich. Seit drei Monaten ist der 52 Jahre alte Vorarlberger der oberste Repräsentant der Land- und Forstwirte, die zusammengerechnet an die 160.000 Betriebe führen.


    Land- und Forstwirtschaft werden sich stärker auf den Klimawandel einstellen müssen, sagt Kammerpräsident Josef Moosbrugger. Er plädiert, nicht nur für die Bauern, für mehr Taten. "Es ist ein Gebot der Zukunftsfrage, insbesondere auch wie wir uns gegenüber künftigen Generationen verhalten", so Moosbrugger. Er fordert einen Ausstieg aus fossilen Energieträgern, hin zu nachwachsenden Rohstoffen. Auch der Bodenschutz und die Reduktion des Bodenverbrauches müssten forciert werden. "Sonst wird die Wettbewerbsfähigkeit und besonders die Lebensmittelproduktion in Österreich in Gefahr sein", sagt der Landwirtschaftskammerpräsident.


    Moosbrugger spricht sich auch für ein Umdenken in der EU-Agrarpolitik aus. Bei der Vergabe der nächsten Fördergelder müssten Kriterien der Nachhaltigkeit stärker berücksichtigt werden, argumentiert LWK-Präsident Josef Moosbrugger. Er fordert keine Förderungen für industrialisierte landwirtschaftliche Betriebe und weniger Systemverwaltung hin zu Klarheit und Praxistauglichkeit. Die österreichischen Bäuerinnen und Bauern seien für die Umstellungen in der Landwirtschaft grundsätzlich gut aufgestellt, sagt Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger im Ö1 Journal zu Gast.

  • BMI relativiert zu Bleiberecht für Asylwerber in Lehre

    In der Frage, ob Asylwerber in Lehre ein Bleiberecht bekommen sollen, ist in den vergangenen Tagen der Druck aus den Wirtschaftskammern in den Bundesländern immer größer geworden. Viele Betriebe wollen ihre rund 1.000 asylsuchenden Lehrlinge in Mangelberufen behalten können. Relativierende Aussagen dazu kommen jetzt aus dem Innenministerium. Der zuständige Abteilungsleiter meint, es werde schon jetzt geprüft, wie gut Asylsuchende integriert sind und das könne heißen, dass Lehrlinge eher bleiben dürfen. Aber die Lehre dürfe nicht wichtiger werden als Asylverfahren und Rechtsstaat.

  • Merkel trifft Spaniens Premier Sanchez

    Heute tritt ein Abkommen zwischen Deutschland und Spanien über die Rücknahme von Asylbewerbern in Kraft. Das erste seiner Art in der EU. Es betrifft Migranten, die bereits in Spanien registriert wurden und eine Aufnahme in Deutschland anstreben. Der Termin ist kein Zufall. Heute Nachmittag wird die deutsche Kanzlerin Angela Merkel auf Einladung des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez das Naturschutzgebiet Doñana an der andalusischen Atlantikküste besuchen. Bei dem informellen Treffen steht das Migrationsthema im Mittelpunkt der Gespräche.

  • US-Staaten: Weiter finanzielle Probleme

    10 Jahre nach Finanzkrise und großer Rezession in den USA wächst die Wirtschaft in den USA wieder, doch zahlreiche US-Staaten haben weiterhin finanzielle Probleme.

  • Salzburg: Psychotherapie als Prävention

    Mehr Menschen sollen sich künftig Psychotherapie leisten können. Vergangene Woche hat der Hauptverband der Sozialversicherungen sein Konzept dazu angekündigt. Mehr Therapie auf Kassenkosten und höhere Zuschüsse für die, die selber zahlen, weil sie sonst lange warten müssten. Als Bundesland, in dem Patientinnen und Patienten gut versorgt sind, gilt Salzburg. Dort wurde im Sinne der Prävention in den letzten Jahren mehr Geld in die Hand genommen.

  • Zürichs Maßnahmen gegen die Hitze

    In Sommer wie diesem entwickeln sich Großstädte zu Backöfen. Doch das muss nicht sein, sagt man im Kanton Zürich. Wenn Gebäude richtig stehen, wenn Windschneisen berücksichtigt sind, wenn Dächer intensiv begrünt werden, dann könnte sich die Temperatur in der Stadt um ein paar Grad verbessern. Neue Klimakarten zeigen die städtischen Hitzeinseln und wo man hitze-reduzierend bauen sollte.

  • Salzburger Festspiele: "L'incoronazione di Poppea"

    Claudio Monteverdis letzte Oper "L'incoronazione di Poppea", also "Die Krönung der Poppea", führt ab morgen bei den Salzburger Festspielen zurück zu den Ursprüngen der Gattung Oper. Wie der belgische Regisseur und Choreograph Jan Lauwers dieses rund 400 Jahre alte Musiktheaterwerk im Haus für Mozart umsetzt, darf mit Spannung erwartet werden.

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