Brucknerhaus

APA/BARBARA GINDL

Karajans Klatschen

1974 - Brucknerhaus Linz

Das Brucknerhaus am Linzer Donauufer: bejubelte Konzerte, prominente Namen, außergewöhnliche Abende. In drei Sälen kann musiziert werden, vom Soloabend über Kammermusik bis zum großen Orchesterwerk ist alles möglich. Geplant wurde das halbrunde Konzerthaus von den finnischen Architekten Kaija und Heiki Sirén. Es ist ein bescheidener, funktionaler Bau im Stil des skandinavischen Klassizismus: Helles Holz, orange Sitzbezüge, bronzefarbenes Aluminium, weitläufige Terrassen und Treppenanlagen, viel Glas und viel Ausblick.

Anton Bruckners 7. Symphonie war das Eröffnungskonzert am 23. März 1974, es spielten die Wiener Philharmoniker unter Herbert von Karajan. Das Konzert wurde live im 1. Programm des ORF, damals FS1, übertragen. Der Maestro selbst hatte den Saal zuvor genau besichtigt. Rund ein halbes Jahr vor der Eröffnung besuchte er das Haus, klatschte im Mittelgang dreimal in die Hände, horchte auf den Klang und monierte Änderungen hier und dort. Die Wünsche Karajans wurden berücksichtigt und sind wohl mitverantwortlich für die bemerkenswerte Akustik des Großen Saales.

Architektur: Kaija und Heikki Sirén
Eröffnung: 1974
Adresse: 4010 Linz, Untere Donaulände 7

Gestaltung: Uli Jürgens

Service

Mit der Sendereihe "Hundert Häuser" wird eine Geschichte Österreichs anhand seiner Architektur erzählt - vom Jahr 1918, in dem am 12. November die Erste Republik ausgerufen wurde, bis zur Gegenwart. Für jedes Jahr steht ein historisch bedeutendes, architektonisch spannendes oder eine Epoche prägendes Bauwerk, das in jeweils einem Radiobeitrag porträtiert wird. Zu hören ist die hundertteilige Reihe von Montag bis Donnerstag um 17:25 Uhr, von Mitte Mai bis 12. November 2018.

Brucknerhaus Linz

Linz - Kultur - Denkmäler: Brucknerhaus

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