Die Deutsche Flagge

DPA/AP/MICHAEL KAPPELER

Demokratiekrise in Ostdeutschland?

Die Geschichte holt die Gegenwart ein
Gestaltung: Cornelius Wüllenkemper

Heuer wird in drei ostdeutschen Bundesländern gewählt. Die Ergebnisse werden mit großer Spannung erwartet. Denn im Osten ist der Zuspruch für rechtspopulistische Strömungen derzeit besonders groß, das Vertrauen in Demokratie und große Volksparteien dafür umso kleiner. Die demokratie- und offen ausländerfeindlichen Demonstrationen in Cottbus, Chemnitz oder Dresden und die Wahlerfolge der Alternative für Deutschland sind dafür ein Indikator. Man beschwört die "deutsche Volksgemeinschaft", fühlt sich von der "Lügenpresse" und "der Politik" verraten, bedroht von der "Islamisierung". Ist der seit dem Mauerfall vor fast dreißig Jahren aufkeimende Rechtsradikalismus nur eine Folge sozialer Abstiegsängste?
Historiker suchen nach den Ursachen für die Konjunktur autoritärer und demokratiefeindlicher Positionen. Ein wichtiger Aspekt dieser neuen Untersuchungen ist, wie die Staaten nach 1945 mit dem Erbe der Hitler-Diktatur umgegangen sind und welche Folgen das bis heute hat. Wie wirkt der Mythos Antifaschismus der DDR weiter? Welche Rolle spielt dabei das Gefühl, ein Opfer der Geschichte zu sein? Und wieso zieht es ehemalige Bürgerrechtler aus der DDR heute ins rechte Lager?

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