OPEC-Meeting

AP/RONALD ZAK

Das ABC der Finanzwelt

I wie Insiderhandel, J wie Joint Venture, K wie Kartell, L wie Leerverkäufe (3). Gestaltung: Juliane Nagiller, Marlene Nowotny

K wie Kartell
Die Organisation erdölexportierender Länder, kurz OPEC, ist das wahrscheinlich bekannteste Kartell der Welt. Der 1960 gegründeten internationalen Organisation mit Sitz in Wien gehören fünfzehn Länder an, die zusammen fast die Hälfte der weltweiten Erdölproduktion auf sich vereinen. Das OPEC-Kartell ist ein staatlich-gewollter Ausnahmefall. Kartelle schränken nämlich den Wettbewerb ein, gelten als schädlich für die wirtschaftliche Entwicklung und sind daher eigentlich verboten. Das Ziel eines Kartells ist das Monopol, also die Beherrschung des Marktes. Dafür werden Absprachen getroffen, die den Preis, das Angebot oder die Nachfrage betreffen können.

Je weniger Anbieter es in einem Markt gibt, desto leichter entsteht ein Kartell. In der Europäischen Union wacht die Kommission über die Einhaltung des Kartellrechts. Schlagzeilen machten in den letzten Jahren zwei Rekordstrafen gegen Google in der Höhe von rund 4,3 und 2,4 Milliarden Euro. Die Wettbewerbshüter kritisierten die Ausnutzung der Marktmacht rund um das Betriebssystem Android und die Google Shopping Suche. Die Investoren verunsicherte das aber nicht. Die Google-Aktie reagierte kaum.
Gestaltung: Juliane Nagiller

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