Männer in Anzügen in der EZB-Zentrale

APA/DPA/ARNE DEDERT

Das ABC der Finanzwelt

R wie Repo-Geschäft, S wie Staatsfonds, T wie Trennbankensystem (1). Gestaltung: Juliane Nagiller, Noel Kriznik.

R wie Repo-Geschäft
Repo ist eine englische Abkürzung und steht für Repurchase Agreement, zu Deutsch: Rückkaufvereinbarung. Es handelt sich dabei um ein Geschäft, das der kurzfristigen Liquiditätsbeschaffung dient. Der Geldnehmer sucht auf dem Markt ein Gelddarlehen und bietet dem Geldgeber als Gegenleistung Sicherheiten, zB in Form von Wertpapieren oder Staatsanleihen. Nach Ablauf der zuvor bestimmten Vertragsdauer werden die Leistungen in umgekehrter Richtung ausgetauscht. Der Geldnehmer erhält seine Sicherheiten zurück, während der Geldgeber sein Geld zurückbekommt. Zusätzlich dazu stehen ihm auch die Zinsen und Dividenden zu, die während der Vertragsdauer ausgeschüttet werden.

Der Repo-Markt ist ein wichtiges Element im Geldkreislauf zwischen Banken, Zentralbanken wie etwa der EZB und Investoren. Banken können sich dort kurzfristig Geld beschaffen, maximal für ein Jahr, häufig nur für wenige Tage oder nur für eine Nacht. Er funktioniert ähnlich wie der traditionelle Geldschöpfungsprozess.

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