Bärbel Bohley

APA/THOMAS PREISS

Bärbel Bohley - Im Gespräch

Peter Huemer im Gespräch mit Bärbel Bohley, Malerin und Bürgerrechtlerin (Erstausstrahlung am 27. Mai 1993)

Im 30. Jahr des Falls der Berliner Mauer und dem daraus resultierenden Ende der Deutschen Demokratischen Republik wiederholt Ö1 ein Gespräch, das Peter Huemer im Mai 1993 mit der Bürgerrechtlerin und Malerin Bärbel Bohley geführt hat.

Für viele war die 1945 in Berlin geborene und dort auch 2010 verstorbene Bohley eine der Gallionsfiguren des demokratischen Aufstandes in der DDR. 1982 hatte sie gemeinsam mit der Bürgerrechtlerin Ulrike Poppe das Netzwerk "Frauen für den Frieden" gegründet, was ihr ihre erste Haft im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen einbrachte. Wegen der Gründung der Initiative "Frieden und Menschenrechte" wurde sie von der Staatssicherheit als zum Kreis der gefährlichsten Gegner der DDR gezählt und mit intensiven Überwachungs- und Zersetzungsmaßnahmen belegt.

Im September 1989 war sie eine der Gründerinnen der Bürgerbewegung Neues Forum, das später zur Partei Bündnis 90/Die Grünen wurde. In den 1990er-Jahren engagierte sie sich sowohl bei der Aufarbeitung der STASI-Akten als auch im Aufbau des durch den Bürgerkrieg zerstörten Ex-Jugoslawien. 2002 unterstütze sie die FDP im Bundestagswahlkampf. 1996 war Bärbel Bohley Gründungsmitglied Gründungsmitglied des "Bürgerbüros e. V. - Verein zur Aufarbeitung von Folgeschäden der SED-Diktatur".

Service

Irena Kukutz,"Chronik der Bürgerbewegung NEUES FORUM 1989-1990", herausgegeben von der Robert-Havemann-Gesellschaft e. V., Basisdruck-Verlag, Berlin 2009

Bärbel Bohley, Gerald Praschl, Rüdiger Rosenthal, "Mut - Frauen in der DDR". Mit Fotos und Dokumenten", Verlag Herbig 2005

Bärbel Bohley, "Englisches Tagebuch 1988", aus dem Nachlass herausgegeben von Irena Kukutz, mit einem Nachbericht von Klaus Wolfram, Basisdruck Verlag 2011

Anna Kaminsky, "Frauen in der DDR", Ch. Links Verlag, 2. aktualisierte Auflage 2017

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