Ein Portrait von Pier Paolo Pasolini hängt in einer Ausstellung

AP/MARKUS SCHREIBER

Pasolinis Rom

"Die Leidenschaft des Bohnenkernverkäufers" und "Röstkastanien und Chrysanthemen" von Pier Paolo Pasolini (aus dem Italienischen von Annette Kopetzki). Es liest Raphael von Bargen. Gestaltung: Edith Vukan. Präsentation: Nicole Dietrich

Mit seinen Geschichten zeichnet der Dichter und Filmemacher Pier Paolo Pasolini ein Porträt der Stadt Rom und ihrer Bewohner, besonders der Benachteiligten unter ihnen. Er erzählt von ihren Ängsten, ihrer Überlebenstaktik und ihren Zukunftsträumen.

Pier Paolo Pasolini wurde am 5. März 1922 in Bologna geboren. Mit 21 Jahren schrieb er seinen ersten Gedichtband - "Poesie a Casarsa", verfasst im friaulischen Dialekt. Wegen "obszöner Handlungen in der Öffentlichkeit", dem Bekanntwerden seiner Homosexualität, verlor er seine Stelle als Lehrer und zog 1950 nach Rom. Mit dem Roman "Ragazzi di Vita" (1955) erlangte er große Bekanntheit in Italien, wo er zu den wichtigsten und streitbarsten Intellektuellen seiner Zeit gehörte. 1961 drehte Pasolini seinen ersten Film: "Accattone" ("Wer nie sein Brot mit Tränen aß"). In nur vierzehn Jahren folgten 22 Filme - die bekanntesten: "Mamma Roma", "Uccelacci e uccelini ("Große Vögel, kleine Vögel"), "Edipo Re", "Teorema" u.a.

Pasolini wurde in der Nacht vom 1. auf den 2. November 1975 in Ostia ermordet. Die Umstände seines Todes sind bis heute nicht vollständig aufgeklärt.

Service

Aus: Pier Paolo Pasolini, "Rom, Rom. Erzählungen aus und über Rom", Verlag Klaus Wagenbach, 2014

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