Der Eisenvorhang an der Grenze

AP/CTK/VACLAV PANCER

Fall des Eisernen Vorhangs, Bulgarien, Belarus zwischen Ost und West, Frankreich

30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs - was ist falsch gelaufen, was wurde richtig gemacht? +++ Ökoglasnost - der Umbruch in Bulgarien im Jahr 1989 +++ Belarus - Präsident Lukaschenko sucht einen neuen Weg zwischen Ost und West +++ Paris will dem Stau entkommen - mit einem ganz neuen Verkehrskonzept ++++
Moderation: Markus Müller-Schinwald

30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, Ökoglasnost in Bulgarien, Belarus zwischen Ost und West, Neue Verkehrswege in Frankreich

30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs - was ist falsch gelaufen, was wurde richtig gemacht?
Im Herbst 1989 brachen die kommunistischen Regime in den mittel- und osteuropäischen Staaten nacheinander zusammen. Was folgte, waren sogenannte Schocktherapien, um die Wirtschaft dieser Länder umzugestalten - mit sehr schmerzhaften Auswirkungen. Verarmung und massive Abwanderung waren und sind bis heute in einigen Ländern der Region die Folge. Welche Fehler wurden seit 1989 gemacht, was ist richtig gelaufen und was bedeutet das für das künftige Zusammenleben in Europa zwischen Ost und West? Diese Fragen analysiert im Studio Peter Havlik vom Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche WIIW.

Ökoglasnost - der Umbruch in Bulgarien im Jahr 1989
Im November 1989 fand in Bulgarien die erste genehmigte Demonstration seit Jahrzehnten statt, die nicht vom kommunistischen Regime selbst organisiert war. Offiziell ging es um Umweltverschmutzung, Anlass war ein massiver Austritt von Chlor aus einer Chemiefabrik in der Nähe der Stadt Ruse an der Donau. Tatsächlich richtete sich der Protest auch gegen die kommunistische Führung, die bereits wenige Woche später zurücktrat. Diljana Lambreva berichtet, welche Nachwirkungen diese "Ökoglasnost" genannte Bewegung in Bulgarien bis heute hat.

Belarus - Präsident Lukaschenko sucht einen neuen Weg zwischen Ost und West
Jahrelang galt er als letzter Diktator Europas. Spätestens mit seinem Besuch in Wien in dieser Woche hat der weißrussische Präsident Alexander Luakschenko gezeigt, dass mit ihm international wieder zu rechnen ist. Und bei den Parlamentswahlen in Belarus an diesem Sonntag wird auch die Bevölkerung seinen Kurs wieder einmal bestätigen. Aber wie frei sind diese Wahlen wirklich? Und wie will Präsident Lukaschenko den Spagat zwischen dem Westen und dem großen Bruder in Moskau schaffen, der dem kleinen Verbündeten immer engere Zügel anzulegen versucht? Carola Schneider hat sich in Weißrussland umgehört.

Paris will dem Stau entkommen - mit einem ganz neuen Verkehrskonzept
Es ist das größte Stadterweiterungsprojekt Europas. Der "Grand Paris Express" wird die gesamte Infrastruktur von Paris umkrempeln. Bis 2030 sollen vier hochmoderne, fahrerlose Metrolinien den öffentlichen Nahverkehr ergänzen, zwei bereits bestehende Linien werden verlängert. Damit wächst das Metronetz der französischen Hauptstadt auf das Doppelte. Höchste Zeit, denn der Großraum Paris ist mit zwölf Millionen Menschen Europas Region mit der höchsten Bevölkerungsdichte. Die Stadt erstickt förmlich in Verkehr und Abgasen, die Vororte sind schlecht angebunden und die Metros chronisch überfüllt. Eine Reportage von Leonie Heitz.

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