Wolfgang Heisig bei einem Konzert 1992

MATTHIAS CREUTZIGER

Ö1 Kunstsonntag: Hörbar und augenfällig

Wolfgang Heisigs Vertonungen von Gedichten des österreichischen Autors H.D. Heisl begleiten uns durch diesen Kunstsonntag. Heisig stanzt seine Musik auf Papierrollen, damit füttert er sein Klavierspielinstrument, das mit 88 Hämmerchen auf den 88 Tasten des Klaviers herumtanzt. Die "Heisl-Vertonungen" sind tonale Entsprechungen der Vorlagen - das ist hörbar, aber als Stanzmuster auch augenfällig.

Radiosession: "Soulfood Kitchen". Vier Musiker einer Begleitband für Sängerinnen und Sänger diverser Soulklassiker bemerken irgendwann, wie gut sie miteinander grooven können, erarbeiten ein Programm ohne Vokalisten und treten aus dem Hinter- in den Vordergrund.

Tonspuren: Gunther Geltinges Roman "Benzin." Die beiden Protagonisten haben sich schon einmal besser verstanden und machen einen Roadtrip durch Südafrika, um ihre Beziehung zu klären.

Milestones: Uri Cane "Urlicht / Primal Light". Jazzmusiker nähern sich dem Repertoire der klassischen Musik an, in diesem Fall: Gustav Mahler.

Neue Texte: "Caminos Precarios", eine Kunstgeschichte von Isabella Breier. Die überraschende Entdeckung der Ich-Erzählerin auf den Leinwänden eines ihr nahestehenden prominenten Malers, führt sie zu grundlegenden Fragen den Kunstmarkt betreffend.

Gestaltung: Andreas Jungwirth

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