Das Blei in den Setzkästen hat die Welt verändert

Zur Geschichte des gedruckten Buches. Mit Gerhard Wasshuber, Drucktechniker und Lehrbeauftragter für Drucktechnik der Technischen Universität Graz.
Gestaltung: Robert Weichinger

Eine der wichtigsten Etappen in der Geschichte des Buchdrucks war die Erfindung der beweglichen Lettern. Dazu wurde ein seitenverkehrter Metallstempel als Patrize geschnitten. Dieser wurde in das weichere Kupfer als seitenrichtige Matrize geschlagen. Eingespannt im Handgießgerät konnte nun von diesem Buchstaben Abgüsse hergestellt werden. In Europa ist diese Erfindung untrennbar mit dem Namen Johannes Gutenberg verbunden, der in Wirklichkeit Gensfleisch hieß und im 15. Jahrhundert in Mainz geboren wurde.

Gutenberg verwendete Druckfarbe auf Ölbasis, die länger haltbar als die vorangegangenen Farben auf Wasserbasis war. Seine Lettern aus Zinn, Blei und Antimon waren widerstandsfähiger. Und für die erste von ihm geschaffene Druckpresse diente die Weinpresse als Anschauungsmaterial. Als Höhepunkt seines Schaffens gilt die Gutenberg-Bibel, er schuf 180 Ausgaben, davon ein Drittel auf Pergament, zwei Drittel auf Papier.

Die nächste wichtige Etappe in der Kunst des gedruckten Buches bildeten Mitte des 19. Jahrhunderts die Rotationsdruckmaschinen. Dank der Mechanisierung des Verfahrens und der Einführung der Papierrolle druckte die Rotationsdruckmaschine bis zu 8.000 Exemplare pro Stunde, war also die erste Druckmaschine für große Auflagen. Die weiteren Etappen der Drucktechnik heißen Offsetdruck, Laserdrucker und schließlich 3D-Drucker.

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