Wie hat eine Prinzessin vor 1000 Jahren gelebt?

Über das Leben am Hof von Konstantinopel
Gestaltung: Ute Maurnböck

Luxuriöse Stoffe aus Seide und Schmuck aus Perlen und Saphiren: die Prinzessinnen von Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, trugen die kostbarsten Gewänder und Geschmeide.

Die Ö1 Kinderuni Reporterinnen Melissa, Yashoda und Laetitia, überlegen: sich jeden Tag in schöne Kleider zwängen und stundenlang frisieren zu lassen, das wäre nichts für sie. Und sie fragen sich, was die adeligen jungen Frauen machten, wenn sie Läuse in ihren kunstvollen Frisuren hatten.
Johannes Preiser-Kapeller von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften erforscht das Mittelalter genauso wie seine Kollegin Ekaterini Mitsiou. Sie ist außerdem Byzantinistin an der Universität Wien, kennt sich also mit Kulturen aus dem östlichen Mittelmeerraum gut aus.
In früheren Jahrhunderten mussten die Prinzessinnen viel repräsentieren: Purpur zum Beispiel, der teure Farbstoff gewonnen aus der Purpurschnecke, spielte eine wichtige Rolle in ihrem Leben. Nur die alleredelsten Familien durften purpurne Stoffe tragen. Auch gegessen wurden nur die feinsten Speisen in Konstantinopel: aus Beschreibungen aus dem 10. Jahrhundert wissen wir, dass damals schon viel mit Olivenöl gekocht wurde, auch Fischsaucen waren gebräuchlich und exotisches Fleisch von Tieren oder Gewürze, die von weit herkamen. Ob uns das heute schmecken würde, wissen wir nicht. Dafür erfahren wir in der Ö1 Kinderuni von alten Bräuchen und Festen am damals prächtigsten Hof der Welt.

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