Neue Kinodoku von Robert Schabus ++ Hollywood nach #MeToo ++ Zombie-Film aus Kanada

1. "Mind the gap!" von Robert Schabus
2. Die Lage der Frauen in Hollywood
3. "Ghost Town Anthology" von Denis Coté

Beiträge

  • "Mind the gap!" von Robert Schabus

    "Mind the Gap!" lautet der bekannte Sicherheitshinweis in Londoner U-Bahnen, der sich auf den Spalt zwischen Bahnsteig und Waggon bezieht. "Mind the gap!" heißt auch der neue Dokumentarfilm von Robert Schabus, der mit dem Titel auf die wachsende Kluft in europäischen Gesellschaften verweist. Zuletzt hatte Schabus 2016 mit dem Dokumentarfilm "Bauer unser" einen kritischen Blick auf die Probleme der Landwirtschaft geworfen, nun begibt er sich auf eine filmische Reise durch die prekäre Arbeitswelt in der EU: Zwischen steigendem Wettbewerb und sinkenden Löhnen, Arbeitsmigration und Working Poor. Eng verbunden mit den prekären Lebensbedingungen vieler Menschen ist eine wachsende Demokratiekrise, der Schabus in seinem Film auf den Grund geht.

  • "Ghost Town Anthology" von Denis Coté

    Schon mit 14 Jahren hat der kanadische Filmregisseur Denis Coté als Kinozuseher eine Leidenschaft für Horrorfilme aller Art entwickelt, als Filmemacher hat er sich bisher aber vor allem auf Independent-Dramen konzentriert. Ein Drama ereignet sich auch in Cotés neuem Film "Repertoires des Villes Disparues - Ghost Town Anthology", in dem sich eine Dorfgemeinschaft in der kanadischen Provinz Quebeq mit der Aufarbeitung eines Todesfalls ziemlich schwer tut. Der 1973 geborene Denis Coté macht daraus einen Zombie-Film, allerdings der ganz anderen Art. Am Freitag startet "Ghost Town Anthology", der letztes Jahr auch im Wettbewerb der Berlinale lief, in den österreichischen Kinos.

  • Die Lage der Frauen in Hollywood

    Nach dem Skandal um Harvey Weinstein war klar: Nicht nur Aufklärung und Strafverfolgung braucht es jetzt - das ganze Studiosystem sollte sich ändern. Dafür standen unter anderem Bewegungen wie "TimesUp". Ihre Idee: Mehr Frauen in wichtige Jobs in der Industrie verhelfen. Gleich zwei Studien sind eigentlich Grund zur Hoffnung: Nach Recherchen der USC Annenberg und der San Diego State University gab es 2019 mehr Regisseurinnen in Hollywood, außerdem mehr Frauen in Hauptrollen. Doch dann kommt das ABER: Noch immer sind es vor allem weiße Frauen, die zu sehen sind und von Gleichberechtigung kann noch immer keine Rede sein, schließlich machen Frauen trotzdem nur etwa 10 Prozent aus. Katharina Wilhelm

  • Preis der deutschen Literaturhäuser an Marlene Streeruwitz

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