Kulturjournal

Nachruf auf George Steiner ++ "Engel der Dämmerung" ++ Ausstellung Zoran Music ++ "JUNE 4th MUSEUM" Hongkong

1. George Steiner ist tot
2. Sona MacDonald als Marlene Dietrich
3. Klagenfurt feiert Zoran Music
4. Gedenkstätte für Opfer des Tian'anmen-Massakers

Beiträge

  • George Steiner ist tot

    Der Kulturkritiker und Literaturwissenschaftler George Steiner, einer der großen Sprach- und Kulturphilosophen der Gegenwart, ist im Alter von 90 Jahren in Cambridge gestorben. 1929 als Sohn von Wiener Juden in Paris geboren und in Frankreich und den USA dreisprachig aufgewachsen, war er in der französischen, englischen und deutschen Kultur gleichermaßen zu Hause. Zu seinen Themen zählten neben Sprache und Literatur auch Religion, Musik, Malerei und Geschichte.

  • Klagenfurt feiert Zoran Music

    Die Kunst des 2005 verstorbenen Malers Zoran Music erlebte in den letzten Jahren eine regelrechte Renaissance. Nach Ausstellungen im Wiener Leopold Museum, in der Albertina und in Laibach folgt nun Klagenfurt: Werke des Künstlers, der als Kind sogar eine Zeitlang in Kärnten gelebt hat, werden parallel von der Klagenfurter Stadtgalerie und von der Galerie Magnet gezeigt. Zu sehen sind Werke aus den 1940-er Jahren bis hin zum Spätwerk. Die Eröffnung ist von mehr als 600 Gästen regelrecht gestürmt worden.

  • Sona MacDonald als Marlene Dietrich

    In den Kammerspielen der Josefstadt in Wien kommt ab Donnerstag das Stück "Engel der Dämmerung" zur Uraufführung. Die Schauspielerin und Sängerin Marlene Dietrich wird in dieser musikalischen Hommage gewürdigt. Blitzlichtartig werden Stationen ihres Lebens beleuchtet, die sie ganz am Beginn ihrer Karriere unter anderem auch in die Wiener Kammerspiele geführt hat, wie Sona MacDonald erzählt, die die Dietrich hier verkörpert. MacDonald zeichnet in der Regie von Torsten Fischer das wechselvolle Leben der großen Stilikone nach - von ihren Anfängen im Sternberg-Film "Der blaue Engel", über ihren Einsatz gegen das Nationalsozialistische Regime, den sie von den USA aus führte, ihre großen glamourösen Auftritte, bis hin zur Einsamkeit in ihrer Pariser Wohnung, wo sie die letzten 13 Jahre ihres Lebens völlig zurückgezogen lebte. Ein Gespräch mit Sona MacDonald.

  • Gedenkstätte für Opfer des Tian'anmen-Massakers

    Sendungsinformationen
    Nachruf auf George Steiner ++ „Engel der Dämmerung“ ++ Ausstellung Zoran Music ++ „JUNE 4th MUSEUM“ Hongkong
    Kulturjournal

    1. George Steiner ist tot
    2. Sona MacDonald als Marlene Dietrich
    3. Klagenfurt feiert Zoran Music
    4. Gedenkstätte für Opfer des Tian'anmen-Massakers

    1. George Steiner ist tot

    Der Kulturkritiker und Literaturwissenschaftler George Steiner, einer der großen Sprach- und Kulturphilosophen der Gegenwart, ist im Alter von 90 Jahren in Cambridge gestorben. 1929 als Sohn von Wiener Juden in Paris geboren und in Frankreich und den USA dreisprachig aufgewachsen, war er in der französischen, englischen und deutschen Kultur gleichermaßen zu Hause. Zu seinen Themen zählten neben Sprache und Literatur auch Religion, Musik, Malerei und Geschichte. Kristina Pfoser

    2. Sona MacDonald als Marlene Dietrich

    In den Kammerspielen der Josefstadt in Wien kommt ab Donnerstag das Stück "Engel der Dämmerung" zur Uraufführung. Die Schauspielerin und Sängerin Marlene Dietrich wird in dieser musikalischen Hommage gewürdigt. Blitzlichtartig werden Stationen ihres Lebens beleuchtet, die sie ganz am Beginn ihrer Karriere unter anderem auch in die Wiener Kammerspiele geführt hat, wie Sona MacDonald erzählt, die die Dietrich hier verkörpert. MacDonald zeichnet in der Regie von Torsten Fischer das wechselvolle Leben der großen Stilikone nach - von ihren Anfängen im Sternberg-Film "Der blaue Engel", über ihren Einsatz gegen das Nationalsozialistische Regime, den sie von den USA aus führte, ihre großen glamourösen Auftritte, bis hin zur Einsamkeit in ihrer Pariser Wohnung, wo sie die letzten 13 Jahre ihres Lebens völlig zurückgezogen lebte. Ein Gespräch mit Sona MacDonald. Katharina Menhofer

    3. Klagenfurt feiert Zoran Music

    Die Kunst des 2005 verstorbenen Malers Zoran Music erlebte in den letzten Jahren eine regelrechte Renaissance. Nach Ausstellungen im Wiener Leopold Museum, in der Albertina und in Laibach folgt nun Klagenfurt: Werke des Künstlers, der als Kind sogar eine Zeitlang in Kärnten gelebt hat, werden parallel von der Klagenfurter Stadtgalerie und von der Galerie Magnet gezeigt. Zu sehen sind Werke aus den 1940-er Jahren bis hin zum Spätwerk. Die Eröffnung ist von mehr als 600 Gästen regelrecht gestürmt worden. Barbara Frank

    4. Gedenkstätte für Opfer des Tian'anmen-Massakers

    Chinas Führung unterdrückt jegliches Gedenken an das Tian'anmen-Massaker von 1989. Für Hongkong gilt das offiziell nicht. Dort gibt es ein kleines Museum, das an die Ereignisse erinnert: Das "JUNE 4th MUSEUM" - eine Anspielung auf das Datum des Massakers am 4. Juni 1989 in Peking. Nach vielen Anläufen, nach Sabotage und Behinderung, nach Eröffnung, Zerstörung und Wiedereröffnung 2019 haben engagierte Hongkonger die kleine Gedenkstätte durchgesetzt. Sie ist endlich dauerhaft geöffnet und liegt im 10. Stock eines unscheinbaren Gebäudes im zentralen Stadtviertel Mong Kok.

Sendereihe