Klimavolksbegehren, Diakonie, Libanon

Religionsvertreter stellen sich hinter Klimavolksbegehren +++ Diakonie: Mehr in Soziales investieren +++ Libanons Präsident warnt vor Unruhen zwischen Religionsgruppen

1. Religionsvertreter stellen sich hinter Klimavolksbegehren

Die Spitzenvertreter von sechs österreichischen Kirchen und Religionsgemeinschaften haben ihre Unterstützung für das Klimavolksbegehren ausgesprochen, das noch bis 29. Juni zur Unterschrift aufliegt. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz erklärten sie die Bedeutung der Klimafrage aus einer religiösen Perspektive. - Gestaltung: Martin Gross


2. Diakonie: Mehr in Soziales investieren

Das evangelische Hilfswerk Diakonie fordert von der Regierung ein Konjunkturpaket mit mehr Investitionen in soziale Dienstleistungen.
Österreich liege mit seinen sozialen Dienstleistungen im EU-Durchschnitt zurück. Hier gebe es viel ungenütztes Potenzial, das nicht brach liegen gelassen werden sollte. Gegen die soziale Krise brauche es konjunkturelle Maßnahmen, die die bisher unterbelichteten Bereiche Jugend, Arbeitsmarktprojekte und Pflege in den Blick nehmen sollten.
Solche Investitionen seien sowohl volkswirtschaftlich effektiv, weil Jobs entstünden, als auch sozialpolitisch, weil gesellschaftliche Lücken geschlossen würden und familienpolitisch, weil mehr soziale Dienstleistungen im Haushalt erfolgten und Betreuung mit Beruf und Familie besser vereinbart werden könnte.


3. Libanons Präsident warnt vor Unruhen zwischen Religionsgruppen

Libanons Präsident Michael Aoun hat vor Unruhen zwischen den unterschiedlichen religiösen Gruppen in dem krisengeschüttelten Land gewarnt, das bei einer Bevölkerungszahl von 6 Millionen derzeit rund 2 Millionen Flüchtlinge beherbergt. In den vergangenen Wochen ist es auf den Straßen mehrmals zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen gekommen.
Das Land erlebt zur Zeit eine der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrisen seiner Geschichte. Der Wert des libanesischen Pfund befindet sich im freien Fall. Gleichzeitig ist die Inflation massiv gestiegen, so dass viele Libanesen nicht mehr wissen, wie sie ihre Familien ernähren sollen. Die Regierung verhandelt derzeit mit dem Internationalen Währungsfonds über ein Rettungsprogramm.
Die Macht in dem Land am Mittelmeer ist nach einem jahrzehntealten Proporzsystem unter Sunniten, Schiiten und Christen aufgeteilt. Eine besondere Rolle spielt die eng mit dem Iran verbundene schiitische Hisbollah, die über eine eigene Miliz verfügt und über bestimmte Gebiete im Libanon herrscht.

Moderation: Martin Gross

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