Drei Pfeile des Sozialismus

ORF/JOSEPH SCHIMMER

Es begann in Hainfeld ...

Zur Geschichte der Österreichischen Sozialdemokratie. Mit Wolfgang Maderthaner, Leiter des Vereins für Geschichte der Arbeiterbewegung (VGA) in Wien und ehemalige Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs.
Gestaltung: Hanna Ronzheimer

Ihre Ursprünge reichen bis in die 1848er-Revolution zurück.
In den 1880er-Jahren machte sich der Arzt Victor Adler daran, verschiedene Gruppen organisierter Arbeiter und Handwerker zur Partei zu einen: Der Beginn der Sozialdemokratie in Österreich. Die Partei der kleinen Leute, die für bessere Löhne, ordentliche Arbeitsbedingungen und den Acht-Stunden-Tag kämpfte. Schnell entwickelte sich die Sozialdemokratie unter ihrem legendären Anführer aber weiter: zu einer Bildungsbewegung, und auch einer Partei, die Demokratie durchsetzen wollte, mit freien Wahlen, Versammlungsfreiheit, Parlamentarismus statt Kaiser und Autokratie.

In der Ersten Republik versuchten Adlers Nachfolger mit dem Roten Wien, ein Modell für einen demokratischen Sozialismus zu entwickeln. Die Regierungsdiktatur in der Zwischenkriegszeit und der Verlust der Eigenständigkeit im März 1938 setzen dem ein Ende, trieben Sozialdemokraten in den Untergrund und ins Exil. Nach 1945 versuchte eine jüngere Führungsgeneration daran anzuschließen. Bruno Kreisky, in den zwanziger und dreißiger Jahren ein junger, revolutionärer Sozialist, modernisierte die Partei, eroberte für die SPÖ drei absolute Mehrheiten und prägte Österreich. Von der Weltveränderungsbewegung wurde die SPÖ aber dann immer mehr zur Staatspartei - mit allen Stärken und allen Schwächen, die damit verbunden sind.

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