Bernard Bigot

APA/AFP/CLEMENT MAHOUDEAU

Der Traum von einer künstlichen Sonne

Der Kernfusions-Forschungsreaktor ITER in Frankreich
Gestaltung: Martin Bohne / ARD

Kürzlich wurde im kleinen Cadarache in Südfrankreich ein großer Entwicklungsschritt vollzogen: Beim dortigen Forschungszentrum für Kernfusion, ITER, wurde mit der Montage eines gewaltigen Reaktors begonnen. ITER steht für "Internationaler Thermonuklearer Experimenteller Reaktor", die EU und über 30 Einzelstaaten sind daran beteiligt.
An der Kernfusion - der Verschmelzung von Wasserstoffatomkernen zu Helium - wird seit Jahrzehnten geforscht, doch von einer realistischen Energiegewinnung nach dem Vorbild der Sonne ist man noch sehr weit entfernt. Ab 2025 soll nun mit dem Reaktor experimentiert werden, frühestens in der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts könnte Energie aus Fusion gewonnen werden. Viele zweifeln daran, dass das je möglich sein wird. Wenn doch, hätte die Menschheit endlich eine beinahe emissionsfreie, stabile und umweltfreundliche Energiequelle zur Verfügung. Wenn aber nicht, sind Milliarden Euro buchstäblich verbrannt worden.

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