Konföderiertenflaggen

AP/HEATHER AINSWORTH

Institutioneller Rassismus im Süden der USA

"Schwarz"
Institutioneller Rassismus in den USA
Feature von Christian Lerch
(Produktion Deutschlandfunk Kultur 2019)

Wie kann man als Weißer über Rassismus sprechen? Dieser Frage stellt sich Christian Lerch mit aller Offenheit. Für sein Feature hat er sich auf eine Reise begeben: in die Südstaaten der USA und auch zu seinem eigenen Weißen Selbstverständnis. Der letzte Lynchmord des Ku Klux Klan ist über 35 Jahre her, der letzte Fall von Polizeigewalt gegen einen afroamerikanischen Mann oder Jugendlichen vielleicht nur wenige Tage. Die Rassentrennung wurde aufgehoben, Schulen und Universitäten sind frei zugänglich.

De facto besteht aber ein unterfinanziertes, öffentliches Schulsystem für Afroamerikaner, weiße Kinder gehen auf private, von den Bundesstaaten subventionierte Ausbildungsstätten. Den dramatischen Folgen der Konstruktion von "Rassen" sind Afroamerikaner täglich ausgeliefert. Rassismus wird nicht verschwinden, solange er politisch nützlich ist und als Unterdrückungsmechanismus Verwendung findet. In Amerika und in Europa.

Service

Interview mit Christian Lerch

Hörtipp:

"Punkt eins"
Freitag, 4. September, 13:00 Uhr

USA: Am Weg zu einem anderen Land?
Wirtschaft, Corona, Gewalt: Was die Wahl in den USA entscheidet

Gast: Univ.-Prof. Dr. Reinhard Heinisch, Politikwissenschaftler an der Universität Salzburg.

Moderation: Johann Kneihs

Auch 7 Tage lang hier zum Nachhören

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