Die mahnende Stimme der Kunst

Klangspuren 2020. Das Eröffnungskonzert mit dem Tiroler Symphonieorchester

Unter dem Motto "Zeitzeichen" nimmt das Festival Klangspuren Bezug auf das Schicksalsjahr 2020. Alle Konzerte werden von hochkarätigen, in Österreich lebenden Musiker/innen gespielt und sollen "Zeugnis ablegen von der heimischen Spielstärke in allen Bereichen der zeitgenössischen Musik", so Festivalleiter Reinhard Kager, der Abstand nehmen musste von seinem eigentlich geplanten Festival der Begegnungen mit rund dreißig Musiker/innen aus außereuropäischen Ländern - es soll 2021 stattfinden.

"Zeitzeichen" ist ein Programm, das mit hoher Wahrscheinlichkeit umsetzbar sein wird, weil fast ausschließlich in Österreich lebende Musiker/innen bei den Klangspuren spielen werden. Im Rahmen des Eröffnungskonzertes am 11. September dirigiert Titus Engel das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck im Silbersaal in Schwaz und hat Musik auf dem Programm, die langsam immer mehr entschwinden wird und die mit Hannes Kerschbaumers "schiefer für Orchester" beginnt. Eine Musik der Schichtungen, die an Sedimentüberlangerungen im Gestein erinnert. Der Tiroler Geiger Martin Mumelter ist der Solist in Adriana Hölszkys "Apeiron, Konzert für Violine und Streicher", einem Werk, das mit nur 17 Streichern auskommt und das als österreichische Erstaufführung zu hören ist. Gefolgt von Gerd Kührs Klangexperiment "Música pura. Fünf Sätze für Ensemble", bei dem das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck auf nur mehr fünfzehn Musikerinnen reduziert wird.

Gestaltung: Patrizia Jilg

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