Handyscreen, Bumble

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

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Digitale Freundschaftsbörsen

Apps wie Meetup, Bumble oder Hoop sollen einem helfen, Freunde zu finden. Viele Menschen schrecken diese Angebote im ersten Moment ab. Für viele andere ist es eine ideale Möglichkeit, um neue Leute kennen zu lernen. Wer zum Beispiel schon einmal in eine neue Stadt gezogen ist, ohne jemanden vor Ort zu kennen, weiß, wie herausfordernd die Freundschaftssuche sein kann. Man geht zu Veranstaltungen, versucht Kontakte zu knüpfen, aber irgendwie stimmt die Chemie nicht so ganz. Das kann sich durchaus wie Scheitern anfühlen, ist unangenehm und etwas, worüber man nicht gerne spricht. Johanna Hirzberger fragt nach, ob man über digitale Freundschaftsbörsen tatsächlich Freunde finden kann und wie sich diese Art Freundschaftssuche von der analogen unterscheidet.

Tor: das Anonymisierungsnetz und seine Widersprüche

Die Geschichte der Anonymisierungs-Technologie Tor ist eine sehr widersprüchliche. Tor, das ist die Anwendung mit dem Zwiebel-Symbol, steht für "The Onion Router". Nutzerinnen und Nutzer können mit Hilfe von Tor anonym im Netz surfen und ihre Kommunikation geheim halten. Tor lenkt, vereinfacht gesagt, die Kommunikation und den Datenverkehr verschlüsselt durch ein Netzwerk von Knotenpunkten. Finanziert wurde Tor jahrelang hauptsächlich von der US-Regierung. Und das ist schon der erste Widerspruch, denn Tor ist ein wichtiges Instrument gegen staatliche Überwachung und Zensur. Der Technikjournalist Stefan Mey hat sich die Geschichte von Tor mit all seinen Widersprüchen genauer angeschaut, das Anonymisierungswerkzeug hat letztes Jahr seinen 25. Geburtstag gefeiert. Julia Gindl berichtet.


Redaktion: Franz Zeller
Moderation: Wolfgang Ritschl

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